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Montag, 1. Januar 2018

Rezension: Das Turnier

Das Turnier 

                     von Matthew Reilly



=[ Harte Fakten ]=

- Festa Verlag 2017
- 416 Seiten
- Taschenbuch 13,99 Euro

=[ Worum geht's denn eigentlich? ]=

Klappentext:
m Jahr 1546 ruft Sultan Süleyman der Prächtige alle Könige Europas auf, an einem nie dagewesenen Wettstreit teilzunehmen: In einem großen Turnier soll der beste Schachspieler der Welt gefunden werden. 
Unter den Tausenden Reisenden, die in Konstantinopel eintreffen, reihen sich auch der Gelehrte Roger Ascham und seine Schülerin Elisabeth ein, Tochter von Heinrich VIII. 
Bald überschlagen sich die Ereignisse: Schon vor Beginn des Turniers wird ein christlicher Kardinal ermordet und grässlich verstümmelt. Es folgen weitere barbarische Todesfälle. 
Elisabeth und Ascham erkennen bald, dass sie selbst die eigentlichen Figuren in einem verderbten Spiel sind, in dem es ums nackte Überleben geht ...
Ein historischer Action-Thriller, der an "Der Name der Rose" und die Abenteuer von Sherlock Holmes erinnert.
=[ Meine Meinung ]=
Nach "Der große Zoo von China" ist "Das Turnier" mein zweites Buch von Reilly und was soll ich sagen, es gefällt mir sehr gut!
Wie alle Bücher aus dem Festa Verlag ist es hochwertig verarbeitet und hat ein schönes Cover. Im Buchladen hätte ich es mir auf jeden Fall näher angesehen.
Aber...Historie und Action-Thriller...das kam mir gleich etwas spanisch vor und ich muss sagen, als "Action-Thriller" habe ich das Buch jetzt nicht so wirklich empfunden. Die Geschichte ist gut, soweit ich das beurteilen kann auch gut recherchiert und Charaktere und Schauplätze kommen sehr gut zur Geltung. Aber knallharte Actionszenen, wie in "Der große Zoo von China" waren meines Erachtens nicht zu finden. Ist ja auch nicht schlimm. Das mag der fehlenden Technik in 1546 geschuldet sein, würde aber auch gar nicht dazu passen.
Ich kenne Reilly's andere Action Bücher nicht, aber ich finde er beweist damit, dass er auch anders kann - historisch anders. 
Beworben habe ich mich auf das Buch, weil ich Krimis, bzw. Mordfälle liebe und wenn das alles noch etwas mit geschichtlichem Setting untermalt wird, finde ich das sozusagen doppelt gut.
Verrückt ist, das Buch ist sowohl etwas für einen Historienleser, als auch für einen Krimi (bzw. Thriller) Fan. Die Schauplätze und Charaktere sind so herausragend, dass ich das Buch eigentlich echt jedem empfehlen kann, der Lust auf "was anderes", aber sehr sehr spannendes und gut unterhaltendes hat. 
Das kann Reilly nämlich sehr gut - unterhalten! Und das hat er hiermit auch wieder getan!
Tolles Buch! Ich hab gleich mal mein Schachspiel ausgepackt...
=[ Fazit ]=
Für mich zwar kein Action-Thriller, aber ein sehr guter historischer Krimi!
=[ Wertung: 4 von 5 ]=


Mittwoch, 21. Juni 2017

Rezension: Chronik des Cthulhu-Mythos 1

Chronik des Cthulhu-Mythos I
                     
                                                                 von H.P. Lovecraft und Marco Frenschkowski




" Es ist nicht tot, was ewig liegt, bis dass die Zeit den Tod besiegt."
                                                                                              - H.P. Lovecraft


=[ Harte Fakten ]=
  • Festa Verlag 2011
  • 13,99 €
  • 499 Seiten
  • ISBN: 978-3865521446
  • Horror





=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Chroniken des Chtulhu-Mythos vereint Geschichten von H.P.Lovecraft, die sich mit Cthulhu und anderen Kreaturen befassen.





=[ Meine Meinung ]=

Zeichnung von Lovecraft
Quelle: Google
Wer kennt Cthulhu nicht, oder hat zumindest schon einmal was davon gehört?

Es geht meist um kosmische Wesen, die die Protagonisten oft um deren Verstand bringen, weil ihre Erscheinung einfach zu viel für den menschlichen Verstand ist. Nicht in jeder Geschichte taucht der (inzwischen fast gesellschaftsfähige) Cthulhu auf, sondern auch zahlreiche andere Wesen und Phänomene.

Immer mal wieder wird der Mythos präsent in Filmen, Serien, Romanen und sogar Games. Aber für einen Neuling in der Materie ist es unglaublich schwer einen Anfang zu finden. Zahlreiche Kurzgeschichten und Erzählungen gibt es von H.P. Lovecraft und nicht alle haben etwas miteinander zu tun, widersprechen sich zum teil. Welche sind denn dann überhaupt lesenswert und welche handeln gar nicht von Cthulhu selbst, sondern von anderen Wesen des Grauens?

Tja. Und dann sucht man und findet eine Liste an Geschichten, die alle schon 20 mal veröffentlicht wurden. Aber dann gibt es ja die netten Menschen von FESTA - die haben jetzt tatsächlich eine Art Chronik herausgebracht! 

Wer an Cthulhu und Co. interessiert ist, und auch gerne wissen möchte, wo alles einen Ursprung hat, der ist bei diesem Buch gut aufgehoben. 

Also habe ich mir dieses Buch besorgt und einfach losgelesen. Die Geschichten sind alle recht kurz, bis auf zwei etwas längere und das Buch ist ratz fatz verschlungen. Aber zum Glück gibt es ja noch den zweiten Teil. 

Absolut genial sind die Zusatzinfos vor den Geschichten. H.P.Lovecraft war ein sehr interessanter Mann mit einem mehr als interessanten Leiden. Wie er zu seinen Geschichten kam und mehr kann man so gleich nachlesen.

Ich persönlich habe diese Informationen beim Lesen erstmal ignoriert, weil ich mich zuerst auf die Geschichte einlassen wollte und bin damit ganz gut gefahren. Aber es ist natürlich auch sehr interessant zu wissen, wo Lovecraft seine Ideen hernahm, oder wie und wann die Geschichten erschienen sind. Vor allem, weil sie wirklich verstörend sind. WIRKLICH VERSTÖREND.



Wenn man die ein oder andere Geschichte liest, läuft es einem schonmal eiskalt den Rücken runter. Man denkt sich „oh mein Gott welche Albträume muss der arme Junge gehabt haben?“. Die Protagonisten haben alle mit ihrer geistigen Stabilität zu kämpfen, weil da etwa ist, das der menschliche Verstand nicht wirklich erfassen und greifen kann. Cthulhu wurde zu einer Zeit geschrieben und veröffentlicht, da war die Menschheit durch die ganze Reizüberflutung von Internet, TV noch nicht abgestumpft. In der heutigen Zeit mit den ganzen Videospielen und VR Systemen, Kino und Co. schockt Cthulhu nicht mehr. Dennoch bleiben sehr verstörende und gruselige Horrorgeschichten, die auch jetzt noch  "Spaß" machen zu lesen. Und Lovecraft schafft es auch in 2017 noch, dass man sich danach abends im Park vielleicht einmal mehr umdreht. 

FESTA hat hier ganze Arbeit geleistet und die Geschichten toll in Szene gesetzt. Kleiner Kritikpunkt: Das Buch ist etwas teuer. Dafür wird man aber sehr gut unterhalten. *flüstert* und das Nekronomicon gibt es wirklich 




=[ Fazit ]=

Für Neulinge des Mythos ein sehr guter Anfang!



=[ Wertung: 5 von 5 ]=