Samstag, 18. Mai 2019

Brandon Sanderson in Stuttgart

[ Der Versuch eines Berichts ]



Als ich gelesen habe, das Brandon Sanderson einige Lesungen in Deutschland hält, war klar - da MUSS ich hin! Leider wohne ich im oberfränkischen Hinterland und somit fiel die Wahl auf Stuttgart, Fahrzeit 2:50 Stunden....einfach.
Aber was solls, so eine Chance bekommt man nicht alle Tage. Nachdem alles organisiert war, ging es gestern also nach Stuttgart. Ich könnte euch jetzt erzählen, wie furchtbar sich Autofahrer verhalten und wie schrecklich viele Ampeln Stuttgart hat, aber wir springen direkt zur Lesung. 



Die Nachfrage war so groß, dass die Buchhandlung WittwerThalia auf die nahe gelegene BW Bank ausweichen musste, dessen Saal dann auch komplett gefüllt war. Alle 300 Plätze waren besetzt und als ich kurz vor 17:00 Uhr dort ankam, stand die Signierschlange bereits bis zum Ende des Saals. Ich habe wirklich über eine Stunde angestanden und brav gewartet, bis ich dran kam. Diese vielen strahlenden Gesichter, die mit ihren signierten Büchern an mir vorbeiliefen... 

Dann kam der Moment und ich stand vor Brandon Sanderson und fragte ihn zwei kurze Fragen, denn ihr könnt euch vorstellen, wenn 300 Menschen teils mehrere Bücher signiert haben möchten, muss es schnell gehen. Deshalb gibt es auch nur dieses verwackelte Foto. 



Ich fragte:
"What is your first Thing to do on a perfect day?"
Und Brandon Sanderson sagte:
"Get up and write a book."

Und ich fragte (mehr in eigenem Interesse als Magic the Gathering Spieler):
"Which Planeswalker do you like best?"
Und Brandon antwortete:
"Davriel now, but before it was Elspeth."

Beim Signieren kam dann übrigens auch (für mich) die Überraschung: Brandon hatte seinen Illustrator, Isaac Stewart, mit an Bord, der neben ihm saß, und die Karten in den Büchern signierte! Absolut genial! 

Mit einer halben Stunde Verspätung starteten wir in die Lesung, die Steffen Volkmers sehr sympathisch und gut verständlich für alle moderiert hat. Er hat Brandon viele Fragen gestellt, die dieser absolut witzig und unterhaltsam beantwortet hat. 

Die Frage aller Fragen war natürlich "Wie ist es, das Rad der Zeit zu Ende zu schreiben?"
Und daraufhin folgte eine witzige (naja den Umständen entsprechend) Geschichte, wie Brandon zum Rad kam. Die Wittwe von Robert Jordan, Harriet McDougal, rief ihn an und sprach ihm auf die Mailbox mit der Bitte um Rückruf. Als Sanderson zurückrief, meldete sich aber erstmal niemand, so blieb er lange im Unklaren und hatte genug Zeit, um richtig nervös zu werden. Er sagte, er wäre nervöser gewesen, als an seinem Hochzeitstag, da hätte er schließlich Monate lang Zeit gehabt, sich darauf vorzubereiten. Nach einiger Überlegung willigte er schließlich ein. McDougal hätte außer ihm noch einen Namen auf der Liste gehabt - George R.R. Martin. Die GoT-Fans können also aufatmen, denn das hätte sicher noch weitere Verzögerungen der Romane nach sich gezogen. Brandon sagte, vermutlich hatte McDougal Angst, die Fans würden ihr Haus niederbrennen.

v.l.n.r. Isaac Stewart, Brandon Sanderson, Steffen Volkmers, Denis Abrahams


Zwischen der Moderation von Steffen Volkmers, bekamen wir zwei Passagen aus "Die Splitter der Macht" (Sturmlichtchronik Teil 6 - der Aktuelle) von Denis Abrahams zu hören, der wirklich eine wahnsinnig tolle Stimme hat! Ich hätte ihm stundenlang zuhören können und bin sicher, da war ich nicht die Einzige.

Brandon erzählte auch, dass er als Kind Bücher gehasst hat. Seine Lehrerin brachte ihn zur Fantasy und der Rest ist Geschichte. 

Er strukturiert seine Bücher komplett, beschreibt sich selbst als "Architect" und überlässt außer der Charakterentwicklung nichts dem Zufall. Weiter sagte er noch, dass er jeden Tag schreibt, auf Reisen immer im Zug. 

Am Ende hat Brandon Sanderson sogar selbst ca. 10 Minuten vorgelesen, aus dem neuen, noch nicht veröffentlichten Band des "Stormlight Archive". Veröffentlichung auf Englisch ist für Weihnachten 2020 geplant. Er braucht nach eigener Aussage 2-3 Jahre für ein Sturmlicht-Buch. 

In Deutschland erscheinen die Bücher übrigens gesplittet. Im Englischen gibt es drei bisher, in Deutschland ist gerade der 6te als Hardcover erschienen. 

Am Ende der Lesung wurden eine Menge Fragen beantwortet und Brandon hat sich noch einmal Zeit genommen, die restlichen Bücher zu signieren, die er vor der Lesung nicht mehr geschafft hat. 

Für mich war es die Zeit und Mühe und letztendlich der finanzielle Aufwand auf jeden Fall wert, und wenn immer ich die Chance habe, Brandon Sanderson zu treffen, werde ich sie ergreifen.
(Und meine Heimfahrt war übrigens mehr als katastrophal...)

Es ist immer wieder toll, Autoren von Weltrang zu treffen, die so sympathisch sind und nah am Leser bleiben. Die sogar nachfragen, "Do you want to ask me anything?", wenn jemand zu schüchtern ist. 

Ein gelungener Tag für mich und ich hoffe auch, für alle anderen Fans und Zuhörer!

Montag, 29. April 2019

Rezi: Stranger Things - Suspicious Minds

Stranger Things- Suspicious Minds

von Gwenda Bond



[ Klappentext ]

Sommer 1969: Die Amerikanerin Terry Ives studiert am College, als sie von einem bedeutenden Experiment im Auftrag der Regierung hört. Sie meldet sich als Testperson, aber schon bald muss sie feststellen, dass es sich um keine normale Studie handelt: Unter dem Decknamen MKULTRA werden ihr in einem geheimen Labor bewusstseinsverändernde Substanzen verabreicht. Sie ahnt nicht, dass hinter den Mauern des Hawkins National Laboratory eine Verschwörung lauert, die größer ist, als sie sich je hätte vorstellen können. Doch es gibt jemanden, der ihr dabei helfen kann, das Böse zu besiegen: Ein Mädchen, das im Labor vor der Welt versteckt gehalten wird. Sie hat übermenschliche Kräfte – und eine Zahl anstelle eines Namens: 008 …

[ Meine Meinung ]

Ich liebe ja Trivia und Vorgeschichten zu Serien und Franchises, die ich mag. Suspicious Minds hat mir auf einer Seite durch den spannenden Schreibstil gefallen, auf der anderen Seite fand ich, hatte es nicht sehr viel zu tun mit Stranger Things. Es wirkte irgendwie aufgesetzt und "herausgepresst". Es MUSS jetzt ein Vorgeschichtenbuch her, weil es sich verkaufen wird, wie warme Semmeln!

Auch haben mir die Messages in dem Buch nicht wirklich gefallen. Drogentrips so "schön" zu beschreiben, finde ich wirklich schwierig. Von der nostalgischen Atmospäre, von der Stranger Things (die 80 in dem Fall) eigentlich lebt, ist in diesem Buch nicht viel zu spüren. Anders als in der TV-Serie, fühlte ich mich hier nicht in eine vergangene Dekade zurückteleportiert, sondern in einen komischen Jugendroman, der alles ein bisschen aufgreift, aber nichts so richtig. Auch leider nicht die Persönlichkeiten der Charaktere.

Dämonenkriege 2 - Dunkelkönig

Dämonenkriege 2

von Michael Hamannt



[ Klappentext ]

Den Dämonenjäger Ryk und seine Gefährtin Kela hat es durch ein magisches Portal in die Gegenwelt verschlagen. Dort fallen sie ausgerechnet Ryks Erzfeind Asmaran in die Hände, der die beiden auf der Stelle töten lassen will. Während Ryk und Kela in der Stadt der Dämonen um ihr Leben kämpfen, sagt sich die Assassine Catara Fiers in den Schwebenden Reichen von ihrer einst geliebten Herrin Madea los, der sie Hochverrat an den Menschen unterstellt. Als sich schließlich ein lange tot geglaubter Dämonengott erhebt und sich die Portale zwischen Menschen- und Dämonenwelt öffnen, ist die Stunde gekommen, in der Freunde zu Feinden und Gegner zu Verbündeten werden …

[ Meine Meinung ]

Teil 2 beginnt deutlich düsterer und ich habe zugegebenermaßen etwas Zeit gebraucht, um wieder hineinzukommen. Den ersten Teil habe ich bei der Entbindung meiner Tochter gelesen, damals die halbe Nacht durch, weil ich ihn nicht weglegen konnte.

Besonders gut gefallen hat mir die konstante Qualität, die der Autor an den Tag legt. Er hat es geschafft, die Geschichte toll in dieser Dilogie zu erzählen, und sie nicht künstlich auf 5 Bände oder so gestreckt. Das macht eine Menge aus und man ist die ganze Zeit im Fluss. Gute Charaktere, herausragende Umgebungsbeschreibungen, gepaart mit einem Hauch Romantik und viel Witz sind eine gelungene Mischung und ich kann diese zweiteilige Reihe nur jedem Fantasyfan empfehlen. 

Das Ende ist wirklich gut - im Sinne von - sehr durchdacht, das ist mir mittlerweile bei einem Reihenabschluss auch sehr wichtig geworden. Michael Hamannt, ein Name, den man sich als Fantasyleser auf jeden Fall merken sollte!

Rezi: Die Todesfee der Grindlay Street

Die Todesfee der Grindlay Street - Ein Fall für Frey und McGray 3

von Oscar de Muriel



[ Klappentext ]

London 1889. Nach der Aufführung von »Macbeth« wird eine mit Blut geschriebene Botschaft aufgefunden: In Edinburgh, der nächsten Station der berühmten Theatertruppe, soll jemand grausam zu Tode kommen. Der Fall ruft die Inspectors Ian Frey und Adolphus McGray auf den Plan. Während der vernünftige Engländer Frey die düstere Ankündigung für reine Publicity hält, ist McGray von einem übernatürlichen Phänomen überzeugt, da Besucher eine »Todesfee« vor dem Theater gesehen haben wollen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn was auch immer dahintersteckt – in der Premierennacht in der Grindlay Street soll der Tod die Hauptrolle spielen .

[ Meine Meinung ]

Ach Leute...warum macht ihr es mir so schwer. Auch dieser Krimi ist mehr Enttäuschung als Meisterwerk. Die ersten Teile der Reihe waren so witzig und genau "on Point". Die Protas haben super miteinander harmoniert und funktioniert und hier bei Teil 3 ist alles einfach etwas zu viel...oder es anders auszudrücken "over the top". Situationen werden künstlich generiert, um Gags unterzubringen. Das muss doch wirklich nicht sein. Im Vordergrund sollte doch der Krimi stehen und nicht das Schmierentheater der Protagonisten.
Bei existierenden Persönlichkeiten bin ich sowieso immer skeptisch und leider ist das auch ein Punkt, der mir nicht gefallen hat. Wenns nicht weitergeht, werden Promis herbeigezogen, die schnell die Situationen retten sollen.

Trotzdem werde ich den nächsten Teil lesen und hoffen, dass sich das Duo Invernale Frey und McGray wieder etwas erholt und wieder Richtung Krimi geht, anstatt unlustiges Kammerspiel.

Rezi: Die Tochter der Hexe

Die Tochter der Hexe
von Paula Brackston



[ Klappentext ]

Bathcomb, England, im Jahr 1628. Fassungslos muss die junge Bess Hawksmith mit ansehen, wie ihre Mutter als Hexe hingerichtet wird. Doch damit nicht genug, die Hexenjäger sind auch hinter ihr selbst her. Verzweifelt vertraut sich Bess dem geheimnisvollen Gideon Masters an, von dem man hinter vorgehaltener Hand munkelt, er sei ein Schwarzmagier. Und tatsächlich zwingt Gideon Bess zu einem dunklen Pakt ... Dorset im Jahr 2007: Bess hat sich in der ruhigen Ortschaft Matravers ein neues Leben aufgebaut. Dank ihrer Kräutermischungen und homöopathischen Heilkünste ist sie bei den Einheimischen hoch angesehen. Keiner ahnt, dass die freundliche, attraktive Frau in Wahrheit eine unsterbliche Hexe ist. Bis Bess eines Tages von den finsteren Mächten ihrer Vergangenheit eingeholt wird.

[ Meine Meinung ]

Nach den ersten paar Seiten hatte ich wirklich bedenken, ob es sich hier nicht um die Tochter der Hexe, aber um die Tochter der Langeweile handelt, denn es verlief echt schleppend und ich muss zugeben, ich habe mehrere Versuche gebraucht, um in das Buch hineinzukommen und es immer wieder weggelegt.

Zwischendurch habe ich mal bei anderen gespitzt, die es entweder sehr gut oder sehr schlecht bewertet haben. Dann dachte ich mir, das sind doch immer genau die Bücher, die dich magisch anziehen!

Zum Schluss ist meine Meinung leider nicht eindeutig. Die Idee war super aber ich hatte permanent das Gefühl, die Autorin weiß nicht so recht, wo sie hin will. Als dann noch ein Zeitsprung nach 1888 - London - kam...naja da konnte ich leider nur noch mit hochgezogenen -Augenbrauen weiterlesen. Der Tagebuchstil ist flüssig, leider habe ich mir immer wieder die Frage, gestellt, warum sich die Prota so und so verhält...

Vielleicht ist es als Jugendbuch besser aufgehoben. Ich konnte damit leider nicht so viel anfangen.

Rezi: Lost Project

Lost Project - Unter fremden Sternen

von Robert Rittermann



[ Klappentext ]

Die Erde im Jahr 2383: Der Einschlag des Gringer-Asteroiden steht unmittelbar bevor und mit ihm das Ende der zivilisierten Welt. In allerletzter Sekunde begibt sich Colonel Matthew Anderson zusammen mit einem Team von Wissenschaftlern auf eine gefährliche Reise weit in die Vergangenheit der Erde, um die Menschheit zu retten. Andersons Sohn Tom wird dabei zum blinden Passagier wider Willen und landet in einer Welt voller Wunder, aber vor allem Gefahren.

[ Meine Meinung ]

Also auf ein neues! Heute habe ich ein Dino Buch für euch! Naaa, excited?
Robert Rittermann hat nicht nur einen tollen Abenteuerroman mit Dinosauriern geschrieben, er hat ihn auch noch komplett illustriert!
Zunächst muss ich sagen, ich war schon immer ein Fan von Dinosauriern. Als Kind hatte ich eine beachtliche Sammlung und das Was ist Was Dinosaurier begleitete mich überall hin.
Ich liebe Sir Arthur Conan Doyles Abenteuerroman und bin auch Fan der Zeichenstrickserie "Der Planet der Dinosaurier" oder auch "Jura Tripper" genannt und Jurassic Park hat meine Kindheit geprägt.
Und jetzt war es endlich soweit - jemand schreibt ein tolles Buch über Dinosaurier!
Beschreibung:
Die Erde im Jahr 2383: Der Einschlag des Gringer-Asteroiden steht unmittelbar bevor und mit ihm das Ende der zivilisierten Welt. In allerletzter Sekunde begibt sich Colonel Matthew Anderson zusammen mit einem Team von Wissenschaftlern auf eine gefährliche Reise weit in die Vergangenheit der Erde, um die Menschheit zu retten. Andersons Sohn Tom wird dabei zum blinden Passagier wider Willen und landet in einer Welt voller Wunder, aber vor allem Gefahren.
Meine Meinung:
Gringer...ich könnte schwören ich kannte mal ein Kätzchen, namens Gringer.
Äh...zurück zum Buch.
Das Cover ist klasse geworden und auch die Illustrationen sind wirklich sehr stimmig. Das alles hat der Autor übrigens selbst gezeichnet. Ich mag gerade diesen Bleistiftstil. Obwohl dadurch das Buch im ersten Moment wie ein Kinder- und Jugendbuch wirkt, würde ich es nicht als solches bezeichnen. Wobei ich es als Kind wahrscheinlich geliebt hätte.
Nach einem gelungenen Einstieg ist man mitten drin im Schlamassel und findet sich in einer ganz anderen Zeit wieder. Diese Zeit und ihre Eigenheiten werden anschaulich beschrieben und man bekommt wirklich einen guten Eindruck, wie es vor Millionen Jahren hätte sein können. Als Leser erlebt man also die Dinosaurier in ihrer natürlichen Umgebung und nicht künstlich erschaffen oder in einem Park zusammengepfercht.
Der Einsatz der Urzeitriesen war auch gut gewählt und nicht etwa inflationär. Dadurch konnte die Spannung aufrecht erhalten werden.
Auch die Charaktere wirkten durchweg glaubhaft und haben gut agiert und sich in die Geschichte eingefügt.
Einige Fragen hätte ich da noch... ich meine Zeitreise, Dinosaurier, Asteroid, innere Konflikte... da ist ja noch viel zu klären und zu erklären.
Aber "Unter fremden Sternen" ist ja lediglich der (sehr gelungene) Auftakt einer Trilogie. Und ich würde mir für die Folgeteile gerne "mehr" wünschen, Herr Autor.

Rezi: In Ewigkeit

In Ewigkeit

von Ian Cushing



Ich begleite Ian schon seit seinem Debüt "Fünf Minuten" und konnte nun endlich sein neustes Werk lesen. Es beinhaltet die Kurzgeschichte aus "Fünf Minuten" und schafft es, nochmal ein völlig anderes Licht auf den Protagonisten zu werfen.

[ Klappentext ]

Nach einem Neuanfang in seinem Leben verliert er plötzlich alles, was für ihn noch Bedeutung hat. Inmitten dieses emotionalen Chaos hat er ein phantastisches Erlebnis, aber besitzt er tatsächlich als einziger Mensch das Wissen um das letzte große Geheimnis oder ist es nur ein Traum?

[ Meinung ]

Was hier vor mir liegt ist ein höchst ungewöhnliches Buch welches ich keinem Genre zuordnen kann. Es ist wohl am ehesten ein Thriller mit einem Hauch Mystery.
Und doch hat es viele philosophische Ansätze.
Ian schreibt fesselnd, packend und mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte er das alles erlebt und würde es nun niederschreiben - glaubhaft und authentisch. Die Gedanken des Tagebuchschreibers sind schockierend, traurig und vor allem nachvollziehbar. Das ist es, was den Leser schockt. Nicht die Tat des Protagonisten, sondern die plötzliche Empathie mit ihm. Man kann nachvollziehen und verstehen, warum der Schreiber so gehandelt hat.
Das Buch lässt in erster Linie nachdenklich zurück. Man muss erstmal tief Luftholen und hat dann einiges zu besprechen, mit seinem Herz und Gewissen.
Ein wirklich außergewöhnliches, lesenswertes Buch, das bleibt.
Ich wünsche mir mehr von Ian Cushing. Dickere Bücher, noch mehr Hintergründe der Charaktere.