Donnerstag, 16. Januar 2020

Rezension : Battle Mage - Kampf der Magier

Battle Mage - Kampf der Magier

Peter A. Flannery

[ Klappentext ]

Die Welt steht am Abgrund, denn die übermächtige Armee der Besessenen überrennt ein Königreich nach dem anderen. Die Einzigen, die sie aufhalten können, sind die Kampfmagier auf ihren majestätischen Drachen. Doch das Bündnis zwischen Drachen und Menschen ist schwach geworden. Zu wenige Drachen antworten noch auf den Ruf der Magier, und die meisten von ihnen sind schwarz. Und jedes Kind weiß, dass schwarze Drachen gefährlich sind. Schwarze Drachen sind verrückt. Falco Dantes Vater, ein tapferer Kampfmagier, fiel selbst dem Wahnsinn einer solchen Kreatur zum Opfer, und sein Verlust hat Falcos ganzes Leben geprägt. Als die Armee der Besessenen auf seine Heimat zumarschiert, trifft Falco eine folgenschwere Entscheidung: Er wird in die Fußstapfen seines Vaters treten …

[ Meine Meinung ]

Battle Mage ist ein positives Beispiel, dass man Drachen, Magie, ein bisschen (Familien-)Drama in einen Roman packen kann, ohne kitschig und austauschbar zu wirken.

Das Buch ist von vorne bis hinten gut gewesen. Die Story hat mich mitgerissen und die Charaktere sind so ausgearbeitet, dass man leidet und laut "nein" schreit und sich freut und jubelt.

Ich dachte, es wäre ein typischer Drachenroman, wurde hier aber eines besseren Belehrt und kann das Buch nur empfehlen. Die vielen Seiten fliegen nur so dahin und ich konnte wenig pausieren, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Falco weitergeht und wie er sich entscheidet.

Toller Fantasyroman! Ich freue mich wirklich schon auf die Fortsetzung.

Überhaupt muss ich gerade mal feststellen, dass sehr viele "Kracher" in letzter Zeit von Heyne kamen. Während einige Verlage derzeit auf die typischen Elemente setzen, die sich gut verkaufen, wie zB Game of Thrones anmutende Geschichte, fand ich bei Heyne in den letzten Büchern immer etwas neues, Innovatives und mutiges. Der Verlag hat sich in kurzer Zeit wieder in mein Hirn teleportiert und ich werde nun gezielt nach Büchern aus dem Heyneverlag Ausschau halten. Beweihräucherung ende.

Kaufempfehlung für Battle Mage!

Rezension: Metro Trilogie


Metro Trilogie von Dmitry Glukhovsky 

Bild folgt!



[ Klappentext ]


Die Zukunft. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Auch Moskau ist eine Geisterstadt. Die Überlebenden haben sich in die Tiefen des Metro-Netzes zurückgezogen und dort eine neue Zivilisation errichtet. Dies ist ihre Geschichte

[ Meine Meinung ]



Ich muss hier einfach mal den FangirlModus reinhauen. Die Metro-Trilogie haut voll rein! Diese wunderschöne Ausgabe enthält Metro 2033, 2034 und 2035 (drei Romane) und außerdem zwei Bonusgeschichten, von denen eine bislang nicht veröffentlicht wurde. Da schlägt das Herz doch höher.

Artjoms Geschichte fand ich seit dem Game faszinierend. Das habe ich nämlich zu erst gespielt. Im Spiel aber bleibt der Protagonist stumm und so mussten irgendwann die Bücher her, denn ich war mir sicher, dass Artjom doch so etwas wie einen Charakter haben sollte.

Was mich jedoch vollkommen abgeschreckt hat, sind die russischen Namen. Da kann man leider nicht helfen, denn die Geschichte spielt nunmal in Russland. Dennoch unterbricht es den Lesefluss und ich konnte mir die Namen der Stationen nur sehr schwer merken. Ein Muttersprachler hätte diese Hürde nicht nehmen müssen. Dennoch finde ich die Geschichte gelungen.

Die Atmosphäre ist kaum besser zu beschreiben und hat mich prompt veranlasst, mehrere Dokus über das russische U-Bahn System zu schauen.

Ich möchte hier wirklich nicht spoilern. Es ist hier völlig unerheblich, ob ihr zuerst die Games spielt oder die Bücher lest. Ich lese normalerweise erst die Bücher und dann schaue ich die Filme dazu, bzw spiele die Spiele dazu, in dem fall war es genau anders herum und hat mich persönlich nicht gestört.
Der Verlag hat sich mit dieser Ausgabe richtig Mühe gegeben und sie ist eine Bereicherung für jedes Bücherregal. Einzeln wären die drei Taschenbücher etwas günstiger, allerdings fehlen dann die zwei Bonusstories. Für Fans von Fallout und Survival Dystopien zu empfehlen. 

Metro wird sicher nicht jedem gefallen, aber man sollte sich die Geschichte von Artjom zumindest einmal ansehen. 
Fairerweise muss ich auch dazu sagen: Ich mag solche Geschichten, solche Düsteren Orte und die bedrückende Stimmung. Für mich ist die Reihe vollends gelungen und zum Glück haben sich einige Autoren schon auf die Queste begeben und Sidestories dazu entwickelt. Die Metro ist groß und es gibt hier für mich und wenn ihr wollt, auch für euch, noch so viel zu entdecken. 

Gasmaske auf und Abtauchen!

Rezi: Der Herzenmacher

Der Herzenmacher 

von Akram El-Bahay

[ Klappentext ]

Es war eine besondere Nacht, in der ein Mann an die Tür zu Léos Haus klopfte. Eine Nacht, in der ein kalter Wind die Aussicht auf Veränderungen in sich trug wie den Duft des fernen Meeres ...

Als Léo Mellino einem kleinwüchsigen Fremden durch die Gassen seiner Heimatstadt folgt, gelangt er über einen geheimen Übergang in eine andere Welt. Eine Welt, die vom Winter beherrscht wird, seitdem der König unter dem Einfluss einer schönen Hexe steht. Eine Welt, in der es Zwerge gibt und mechanische Menschen, die von begabten Handwerkern gefertigt werden. Als Léo sich in diese Kunst einweisen lässt, zeigt sich sein außerordentliches Talent. Das kommt auch der Hexe zu Ohren, die ihre eigenen dunklen Pläne hat ... 


[ Meine Meinung ]


Ich habe schon beim Erscheinen des Buches auf Facebook von unterschiedlichen Meinungen gelesen. Also war ich besonders neugierig. An einem verregneten Tag nahm ich es also mit in die Therme und fing an – und war angefixt. Entgegen der anderen Meinungen war ich sofort in die Welt eingetaucht, fand die Figuren auf anhieb sympathisch und konnte mitfühlen. Die Ideen des Autors sind sehr interessant, einige hatte ich sogar selbst schon, doch hab ich sie nie in Geschichten verwurstet. Umso toller war es dann, zu lesen, was man alles darauf machen kann. 

„Der Herzenmacher“ ist eine eher traurige Geschichte mit interessanten Charakteren und Orten, tollen Wendungen und einem zufriedenstellenden Ende. Einziger Kritikpunkt wäre hier vielleicht, dass man merkt, dass es sich um ein „Kinderbuch“ handelt. Eine meiner Lieblingsreihen (Lockwood) läuft ja auch unter Kinderbuch, und ist eines der gruseligsten, die ich je gelesen habe… hier merkt man es deutlich, da zB Gedanken der Figuren nochmal ausgesprochen werden, um alles nochmal zu verdeutlichen. Aber das empfinde ich als nicht schlimm, denn man weiß ja im vornherein, worauf man sich einlässt. 

Ich fand das Buch super und es hätte mir auch als Kind sehr gefallen!

[ Fazit ]

Ein eher düsteres Kinder- und Jugendbuch mit toller Geschichte und märchenhaftem Flair!

Rezi: Die Brücke nach Terabithia


Die Brücke nach Terabithia 

von Katherine Paterson

[ Klappentext ]


Als Jess das geheimnisvolle Land jenseits des Flusses zum ersten Mal betritt, ahnt er sofort: Dieser Ort ist verzaubert. Und nur hier - in Terabithia - sind seine Freundin Leslie und er unbesiegbar. Doch dann droht ein böser Fluch ihr fantastisches Königreich für immer zu zerstören ...



[ Meine Meinung ]



Und hier kommt meine unpopular opinion. Ich habe den Film nicht gesehen. Mein Mann hat mich irgendwann darauf aufmerksam gemacht, dass das Buch wohl gut sein soll und als ich es günstig irgendwo sah, habe ich es mitgenommen. Es hat sicher viele Menschen berührt und begeistert, bei mir muss ich ganz klar sagen: Es hat mich überhaupt nicht überzeugt. Die Handlung ist von Anfang an vorhersehbar und um wirklich eine Beziehung zu den Charakteren aufbauen zu können, ist das Buch zu kurz.

Diese Geschichte in dem Buch wurde schon hundertfach erzählt und ich muss leider sagen, ich finde, sie wurde auch schon viel besser, mitreißender und emotionaler erzählt. Vielleicht wirkt es im Film besser…das Buch konnte bei mir leider keine Emotionen hervorrufen.

[ Fazit ]

Leider nichts für mich

Dienstag, 19. November 2019

Rezi: Die Tänzerin am Abgrund

Die Tänzerin am Abgrund

von Brandon Sanderson

[ Worum geht es? ]

Für immer Kind bleiben! Das war der Wunsch des Straßenmädchens Lift – und bisher hat sich dieser auch erfüllt. Lift lebt am Hof der Azishs im Lande Roschar, und nur ihre einzigartige Gabe hat sie bislang vor Schwierigkeiten bewahrt. Doch das Leben am Hof droht, das freiheitsliebende Mädchen zu ersticken, und so zögert sie keine Sekunde, diesen zu verlassen, als sie erfährt, dass ein grausamer Mann im fernen Yeddaw Menschen wie sie – Menschen mit Magie – verfolgt. Lift bricht auf, diesen zur Seite zu stehen, nicht ahnend, in welche Gefahr sie sich damit begibt



[ Meine Meinung ]

Endlich ist er da, der - oh... doch ziemlich dünn geworden, hm? Ich weiß ja, dass die deutschen Bücher von Sandersons Stormlightarchive immer überflüssigerweise aufgeteilt werden. Aus drei bisher erschienenen, wurden in Deutschland 6 gemacht und jedes kostet knapp 25 Euro. Finde ich als Leser übrigens schon ziemlich heftig. Dann wiederum muss man so fair sein und sagen, die Bücher sind wirklich wunderschön und wirklich wertig gemacht. Das entschuldigt. Und der Inhalt entschuldigt natürlich auch. Die Tänzerin nun neben der Sturmlichtchronik...naja sieht schon etwas sehr dürftig aus. Wenn es wenigstens ein HC gewesen wäre.. Ok. 

Inhaltlich kann ich sagen, wurde natürlich alles richtig gemacht. Als riesen Fan von Sanderson lese und empfehle ich alle von ihm. Doch oftmals schreckt es viele ab, wenn sie sich 6 Wälzer à knapp 1000 Seiten ins Regal stellen. Auch wenn diese so spannend sind, dass sie gleich gelesen sind. Ich selbst hänge immer noch an Band 4, weswegen sich die Rezis noch stauen. Ich warte hier auf den Weihnachtsurlaub. 

Mit diesem kleinen Roman kann man also wunderbar starten, und ihn eigentlich völlig unabhängig von der großen Reihe lesen. Ein paar aus Ausdrücke wie "Sprengsel" und ähnliches kommen vor, aber das kann man sich als Leser denken, oder man recherchiert und verliert sich in Sandersons Cosmere...hachja.

Die Tänzerin am Abgrund super zum reinschnuppern und zum Feuerfangen für Sandersons andere Werke und selbst, wenn man danach nicht mehr wissen will, so hat man doch einen kurzen, kurzweiligen, aber doch sehr gelungenen Roman genossen. Von mir aus kann es ruhig mehr davon geben. Das Sturmlichtarchiv bietet auf jeden Fall genug Charaktere!

Vielen Dank an das Bloggerportal von RandomHouse an dieser Stelle. 

Rezi: Der unsichtbare Freund

Der unsichtbare Freund 

von Stephen Chbosky

 [ Worum geht es eigentlich?  ]

Die alleinerziehende Kate muss dringend mit ihrem siebenjährigen Sohn Christopher untertauchen. Das beschauliche Örtchen Mill Grove, Pennsylvania, scheint dafür ideal zu sein. Eine Straße führt hinein, eine hinaus. Ringsum liegt dichter Wald. Doch kurz nach ihrem Umzug beginnt der kleine Christopher eine Stimme zu hören. Und merkwürdige Zeichen zu sehen. Zeichen, die ihn in den Wald locken.

Sechs Tage lang bleibt er spurlos verschwunden. Als er wieder auftaucht, kann er sich an nichts erinnern. Aber plötzlich hat er besondere Fähigkeiten. Und einen Auftrag: ein Baumhaus mitten im Wald zu errichten. Wenn er es nicht bis Weihnachten schafft, so die Stimme, wird der ganze Ort untergehen. Ehe sie sich versehen, befinden sich Christopher, seine Mutter und alle Einwohner von Mill Grove mitten im Kampf zwischen Gut und Böse.




[ Meine Meinung ]

Mit Stranger Things und Stephen King war die Messlatte ziemlich hoch gesetzt, aber ich muss sagen, das Buch hat mich sehr begeistert!

Ich selbst hätte s mir aufgrund des Covers und Titels nicht gekauft, aber der Klappentext hat mich schließlich überzeugt. In letzter Zeit habe ich viele solcher angeblichen Meisterwerke in Händen gehalten und irgendwann ab Mitte hatte ich stets den Eindruck, der Autor wolle noch mal eine Schippe draufsetzen, nur leider auf den falschen Haufen...

Jedenfalls wird hier in "Der unsichtbare Freund" alles nach und nach hübsch aufgebaut. Obwohl dem Buch das typische King'sche Geschwafel fehlt, kommen die Vibes des Großmeister des Horrors auf jeden Fall durch und zwischenzeitlich dachte ich, er hätte da seine Finger im Spiel gehabt. 
Scheinbar belanglose Charaktere bekommen schließlich mehr Aufmerksamkeit und entwickeln sich toll. Kleine Details, die der Leser gar nicht so wahrgenommen hat, nehmen plötzlich eine größere Rolle ein. 

Hier wird Spannung noch richtig aufgebaut, nicht etwas kurz künstlich erzeugt und das ist auch das, was mir so super gut an dem Buch gefallen hat. Liebe fürs Detail. Liebe und Seele für die Charaktere. Ich habe mit Christopher gelitten, aber auch seine Mutter verstanden. Viele Situationen erkannte ich wieder ("Hochwasser!") und kann hier eine absolute Kaufempfehlung für Fans von "Es" oder generell Stephen King geben. Es war ziemlich schwer, das Buch immer aus der Hand legen zu müssen, aber als berufstätige Mama fehlt mir leider die Zeit, so etwas am Stück zu lesen - ich hätte es getan! 

Ein herzliches Danke an das Bloggerportal von Randomhouse und an den HEYNE Verlag! Ihr habt mich richtig überrascht und ich werde mir nun das Verlagsprogramm öfter mal ansehen. Vielleicht finde ich da noch das ein oder andere Überraschungsbuch!

Montag, 21. Oktober 2019

Blut und Klinge



Die Zeit der Schatten: Blut und Klinge – John Gwynne




[ Klappentext ]


Die Verfemten Lande haben den Krieg überstanden, doch die Herrschaft der siegreichen Ben-Elim wird bedroht. Die Anzeichen häufen sich, dass ihre Erzfeinde, brutale Dämonenwesen, zurückkommen. Im verschneiten Norden findet der Pelzjäger Drem zerfetzte Leichen im Wald – scheinbar Opfer schwarzer Magie. Im Süden gerät Riv, eine ungestüme junge Soldatin, in einen Konflikt mit den Ben-Elim. Drem und Riv hüten Geheimnisse, die das Schicksal der Verfemten Lande verändern könnten. Doch sie wissen nicht, welche Rolle sie spielen werden. Und in den Schatten warten die Dämonen nur darauf, sich zurückzuholen, was früher ihnen gehörte.



[ Meine Meinung ]

300 Jahre später... muss ich zugeben, ich kenne den Vorgänger noch nicht, aber dieser Band hat mich schon von allem überzeugt. 
Gerade im Moment habe ich Probleme, mich von Fantasy Romanen begeistern zu lassen. Hat man alles schon mal gelesen irgendwie... dann diese teils furchtbaren Namen... hier ist das alles anders. Von Anfang an ist man drin und da kommt man eigentlich schwer wieder raus.
Für mich ist Blut und Klinge ein Grund, mir die vorherige Quadrilogie anzusehen und ich freue mich auch schon auf die Fortsetzung! Lesestoff für die nächsten Monate ist also gesichert! Ein Muss für Fans von düsterer Fantasy