Montag, 12. Februar 2018

40books by Ciri

#40books

ist eine neue Aktion von mir. Ich habe das Rad hier nicht neu erfunden, aber möchte euch ein paar Bücher vorstellen und hoffe auch sehr, über die Aktion neue Bücher zu kennen zu lernen.

Also fühlt euch aufgefordert, mitzumachen, postet einfach mit dem Hashtag #40books , dann finde ich euch besser und seid so lieb und verlinkt mich ♥

Die Aktion startet auf meinem Blog am Freitag, 16. Februar und ich werde 1-2 mal wöchentlich posten. Natürlich postet ihr nach eurem eigenen Tempo.

Ich freu mich schon auf eure Bücher!



1. Ein Buch, das dich zum Lachen gebracht hat.
2. Ein Buch, dass du dir hauptsächlich wegen des Covers gekauft hast.
3. Das älteste Buch in deinem Besitz. (Also nicht das Kochbuch von 1927, sondern das, das dich am längsten begleitet)
4. Ein Fachbuch, das du mal gelesen hast.
5. Dein „All-Time-Favourite“
6. Ein Comic / Manga
7. Ein Buch, bei dem dir so richtig die Muffe ging.
8. Ein Buch, von dem du geträumt hast.
9. Ein Buch, das dein Leben verändert hat.
10. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast.
11. Ein Buch, das schon mal das Land mit dir verlassen hat.
12. Ein fremdsprachiges Buch.
13. Ein Buch, das du in einem Rutsch am Stück durchgelesen hast.
14. Ein Buch, das dich als Kind begeistert hast.
15. Ein Buch, das du mehr als einmal gelesen hast.
16. Ein Buch, das eine schöne Liebesgeschichte hat.
17. Ein Buch, das du uneingeschränkt empfehlen kannst.
18. Der beste Krimi, den du jemals gelesen hast.
19. Deine Empfehlung für den Strandkorb.
20. Ein optisch ganz besonderes Buch.
21. Ein Buch deines Lieblingsautors.
22. Ein Buch aus einer sehr guten Reihe.
23. Ein Buch mit Illustrationen.
24. Ein Buch, das schon lange auf deiner Wunschliste ist.
25. Ein Buch, das du aus einem Bücherschrank hast.
26. Ein Buch, in dem Magie eine wichtige Rolle spielt.
27. Ein Buch, in dem eine berühmte Persönlichkeit vorkommt.
28. Ein Buch, das dich komplett überrascht hat.
29. Ein Buch, das ein schönes Zitat beinhaltet.
30. Ein Buch, das du gebraucht gekauft hast.
31. Das Buch, das am teuersten war.
32. Ein Buch, das ein Fehldruck hat.
33. Das Buch mit der höchsten Seitenzahl
34. Ein Buch, bei dem du geweint hast.
35. Ein Buch, aus dem man dir vorgelesen hat.
36. Ein Buch, das auf wahren Begebenheiten beruht.
37. Eine Biografie.
38. Ein Buch, das du deinen Kindern vorlesen wirst.
39. Ein Buch, mit dem du etwas ganz besonderes verbindest.
40. Dein größter Buchschatz.

Ciri nervt Felix A. Münter

Ciri nervt Felix A. Münter

Willkommen liebe Leser!

Es geht weiter! Immer mehr furchtlose Autoren stellen sich meinen nervigen Fragen und heute hab ich einen besonderen für euch! Felix ist in vielen Genre unterwegs und obwohl er erst seit wenigen Jahren schreibt, hat er bereits einiges vorzuweisen. Doch lest selbst - viel Spaß ♥

Bild: www.papierverzierer.de


Felix:  Moin!
Was soll ich groß erzählen? Mein Name ist Felix, der Zweitname Alexander und der Nachname schreibt sich wie Münster – ohne S. Ich bin mittlerweile 32 und im dritten Jahr was die Schreiberei und gleichzeitige Veröffentlichung angeht. Seit dem Herbst 2014 sind bisher 21 Bücher von mir in unterschiedlichen Genres erschienen: Fantasy, Thriller, Horror, SciFi, Postapokalypse und Steampunk. Ich bin notorischer Vielschreiber, kenne das wirkliche Rezept dazu aber auch nicht.

Ciri: Was ist deine schönste Kindheitserinnerung?

Felix: Gar nicht so einfach, da auszuwählen. Als Kind und Jugendlicher sieht man das natürlich immer anders, rückblickend hatte ich aber wohl doch eine wirklich schöne und angenehme Kindheit. Großen Anteil daran hatte wohl meine Mutter. Wenn ich wirklich entscheiden müsste, dann waren es die Ferien, die wir seit meiner Einschulung immer in Nordholland verbracht haben. Meine Mutter war Lehrerin und so haben wir Oster-, Sommer- und Herbstferien immer dort verbracht. Wie gesagt: Als Kind ist einem das irgendwann ziemlich blöd, heute sehe ich das anders. Und besagtes Ferienhaus gehört mittlerweile mir, ich bin immer wieder gerne dort und tanke Kraft.

Ciri: Was war dein schlimmster Albtraum?

Felix: Ich will nicht sagen, dass ich keine Albträume hätte, das wäre Blödsinn. Ich erinnere mich nur einfach nicht lange daran, was ich ganz gut finde. Sie bescheren mir bestenfalls eine miese erste halbe Stunde, mehr aber nicht.

Ciri: Warst du ein guter Schüler? Was war dein schlechtestes Fach, und welches das Beste?

Felix: Naja. Meine Mutter war Lehrerin – aber das heißt eigentlich nichts. Ihr war es schon wichtig, dass ich ein ordentlicher Schüler war – aber viel wichtiger, dass ich auch Spaß an meiner Kindheit hatte. Ab einem gewissen Alter hat sie mich machen lassen, wofür ich ihr sehr dankbar bin, denn es hat mich selbständig gemacht. Das bedeutete schon, dass ich mit der einen oder anderen fünf oder sechs im Gepäck nach Hause kam, aber aus diesen Rückschlägen lernte ich, es das nächste Mal, es besser zu machen – und konnte doch immer zu ihr kommen, wenn ich sah, dass ich es alleine nicht schaffte. In meiner Schullaufbahn bin ich in der 8. Klasse hängengeblieben und war bis zum Ende der 10. ein eher schlechter Dreierkandidat. Ab Klasse 11 wusste ich dann, wohin die Reise gehen sollte und meine Noten machten einen Sprung. Meine Lehrer schätzten mich immer als faulen Zweierkandidaten an und sie hatten dabei wohl recht: Ich wusste, was ich tun musste, um ein „gut“ zu bekommen, ohne mir wirklich das Bein auszureißen und genug Freizeit zu behalten. Das hat mir gereicht. Ah. Und die Sache mit den Fächern. Mathe und Latein konnte ich nicht ausstehen, Ordentlich lief es in Geschichte, Sowi und Politik.

Ciri: Triffst du Entscheidungen eher mit dem Kopf oder dem Bauch?

Felix: Solange ich nicht in der konkreten Situation bin (also genug Zeit habe), denke ich die Sachen gerne durch. Erwischt man mich auf dem kalten Fuß – also unvorbereitet – kann ich sehr impulsiv aus dem Bauch entscheiden. Meistens ärgere ich mich später darüber. Also eher der Kopf.

Ciri: Was sind die Eigenschaften des Partners, die dir in einer Beziehung wichtig sind?

Felix: Treue und Intelligenz. Mehr braucht es nicht.

Ciri: Wirst du oft auf der Straße erkannt?

Felix: Nicht im Hinblick auf meine Schreibe.

Ciri: Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Felix: Hoffentlich immer noch auf diesem Planeten. Was den Rest angeht: Ich habe gelernt, das Leben zu nehmen, wie es kommt und Chancen zu nutzen. Will sagen: Kein Plan überlebt die Wirklichkeit und es ist besser für das eigene Gemüt, nicht zu weit vorauszuplanen oder zu verkrampft dabei zu sein.

Ciri: Hast du Tattowierungen?

Felix: Nope. Ich mag meine Haut. Und ganz ehrlich: So inflationär, wie Tattoos mittlerweile sind, ist man ohne doch schon wieder besonders 

Ciri: Wer ist dein größter Held?

Felix: Ich weiß, dass das Nerdtum nun immer erwartet, dass irgendwelche bekannten Größen der Szene genannt werden – aber damit habe ich es nicht so. Gelte ich jetzt als spießig, wenn ich verrate, dass ich ein Poster von Helmut Schmidt über dem Schreibtisch habe? Wobei das weniger in die Kategorie Held als in die des Vorbilds fällt.

Ciri: Trinkst du ab und zu Alkohol? Wenn ja, was am Liebsten?


Felix: Aufgrund einer chronischen Darmerkrankung ist Alkohol in all seinen Facetten für mich Tabu – und darüber bin ich nicht traurig. Dafür bin ich passionierter Zigarrenraucher, was heutzutage glaube ich sehr wenig Akzeptanz erfährt. 

Ciri: Und ich weiß, dass du Cola sehr magst :P
Vielen Dank für das tolle Interview! ♥


Wenn euch Felix jetzt neugierig gemacht hat, lasse ich hier >>KLICK MICH<< mal den Link zur Homepage des Papierverziererverlags da. Da könnt ihr dann nach Herzenslust stöbern.

Zugegebenermaßen habe ich bereits "Vita" gelesen, und mir als alten Rollenspieler hat es nicht so umgehauen. Aber Felix hat durchaus noch Bücher im Repertoir, die mir sehr zusagen und die ich mir auf jeden Fall noch anschauen will.

Rezi: Ein MORDs-Team 19: Der Preis der Macht

Ein MORDs-Team #19: Der Preis der Macht

von Andreas Suchanek


"Das nenne ich: Zwei Probleme mit einer Kugel lösen."


=[ Harte Fakten ]=


- ebook
- Greenlightpress 2018
- 2,49 Euro
- ca. 110 Seiten


=[ Um was geht's denn eigentlich ? ]=


In Barrington Cove ist einiges los. Die Bürgermeisterwahl steht unmittelbar bevor und auf eine Kandidatin wurde ein Anschlag verübt. Olivia und Danielle's Mom Shannon befinden sich in größter Gefahr - sie stehen dem Oberhaupt der Dynastien direkt gegenüber.

=[ Meine Meinung ]=

Dieser Band fängt sehr rasant an und verliert kaum an Tempo. Nicht nur Olivia brilliert in diesem Teil und gewinnt einige Sympathiepunkte. Die Stimmung ist gehetzt, aufs äußerste gespannt und als Leser kann man nicht anders, als atemlos weiterzublättern und alles in sich aufzusaugen. 

110 Seiten, die nur so dahin fliegen und am Ende bleibt ein mulmiges Gefühl zurück. Obwohl viele Rätsel gelöst wurden, bleiben Tote zurück, die meiner Meinung nach nicht ganz kalt lassen.

Teil 19 ist einer der besten Teile bisher und ein Paradebeispiel, wie wichtig es ist, die Stimmung langsam aber stetig aufzubauen.  

Was mir besonders gut gefallen hat, und was das MORDs-Team nun eindeutig von anderen Kinder- und Jugenddetektivromanen abhebt ist die Dramatik. Es gibt Tote. Und das sind keine unbedeutenden Nebenfiguren. 

Ich bin sehr gespannt, was alles noch auf uns Leser zukommt und halte Mason, Olivia, Randy und Danielle die Treue. 

=[ Fazit ]=

In diesem Teil geht es heiß her und es wird spannend wie nie! 

=[ Wertung: 5 von 5 ]=

Dienstag, 30. Januar 2018

Hörubch Rezension: Die große Sherlock Holmes Edition

Die große Sherlock Holmes Edition (Hörbuch)

                                                                                    Sir Arthur Conan Doyle



=[ Harte Fakten ]=

- derHörverlag
- 19,99 Euro
- Laufzeit 22 h 6 min

=[ Worum geht's denn eigentlich? ]=

Für knapp 20 Euro bekommt man 23 Fälle auf 2 CDs lebhaft von Kalki himself vorgelesen. 

=[ Meine Meinung ]=

Ich liebe Sherlock Holmes und ich liebe Oliver Kalkofe. Und so war eigentlich völlig klar, dass diese Kollektion her musste. Mein Vater hat diese Ausgabe aufgestöbert und sie mir zu Weihnachten geschenkt (vielen Dank!).
Ich als Besitzer einer recht großen Holmes Sammlung, zu der auch mind. 5 verschiedene Hörbuchausgaben zählen, bilde mir ein, dass es bisher keine bessere Ausgabe gab. Das liegt vor allem am Sprecher. Kalkofe liest mit viel Hingabe und Liebe zum Detail und lässt so den alten Kanon wieder aufleben.

Der einzige Kritikpunkt, und somit auch der Grund, warum ich ein ♥ abziehe - es sind leider wieder nur die üblichen Fälle. "Skandal in Böhmen", "Die Liga der Rotschöpfe", "Das gelbe Gesicht", usw. usw.
Wie bei allen anderen Hörbuchsammlungen auch, wird hier leider wieder nur eine kleine Auswahl an Fällen präsentiert und zwar ausgerechnet die, in der Holmes und Watson am charakteristischsten sind. Zum Wiederholten male musste ich hören, dass er seinen Tabak in einem Pantoffel aufbewahrt und ein wahres Genie an der Geige ist. 

Das dämpft die Euphorie doch sehr, denn der Kanon bietet einiges mehr als abgedroschene Holmes Klischees und einen begriffsstutzigen Dr. Watson.

Was noch zu erwähnen ist: Auf CD2 befindet sich ein Originalton des Autors, also von Sir Arthur Conan Doyle. Auch das Booklet ist super interessant und einen Blick wert.

=[ Fazit ]=

Trotz der vorhersehbaren Fallauswahl die beste Edition bisher.

=[ Wertung: ♥♥♥♥ 4 von 5 ]=

Rezension: Der Fluch von Pendle Hill

Der Fluch von Pendle Hill

                                                                    von Oscar de Muriel






"Haben Sie sich je so zerschlagen gefühlt, als hätte jemand Sie durch den Fleischwolf gedreht?"


Ich kicherte. "So fühlen Sie sich also?"


"Nein, so sehen Sie aus."



=[ Harte Fakten ]=


- Goldmann Verlag 2018

- 503 Seiten
- 10,00 €


=[ Worum geht's denn eigentlich? ]=


Neujahr 1889. In Edinburghs berüchtigter Irrenanstalt ermordet ein gefährlicher Psychopath eine Krankenschwester. Kurz bevor ihm die Flucht gelingt, unterhält er sich mit einer jungen Patientin, die seit Jahren kein Wort gesprochen hat. Wieso hat sie ihr Schweigen gebrochen? Sind die Gerüchte von schwarzer Magie wahr, die in den Fluren der Anstalt kursieren? Inspector McGray geht der Fall sehr nahe, denn die junge Frau ist seine Schwester. Zusammen mit seinem Partner Ian Frey verfolgt er den Mörder durch das ganze Königreich – bis zum Pendle Hill, Sitz der gefürchteten Hexen von Lancashire, wo die beiden genialen Ermittler einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur kommen 


=[ Meine Meinung ]=


Nachdem ich den ersten Band als Rezi-Exemplar leider nicht bekommen hatte, dachte ich, versuche ich mein Glück bei Band zwei und siehe da - es hat geklappt!


Gepasst hat es super, den bei den verregneten und verschneiten Wetter konnte ich mich sofort in 1889 beamen und kam mühelos in das Buch rein, ohne Band 1 gelesen zu haben.


Das Tänzchen der zwei CID Inspectors ist wirklich herrlich anzusehen, trotzdem wirkt es zu keiner Zeit albern oder überzogen. Hier wurde genau der richtige Mittelweg eingeschlagen und das macht richtig Spaß zu lesen, inmitten der eigentlich düsteren Story. Der skeptische Dandy Mr. Frey weigert sich bis zu letzt an Hexenmagie zu glauben, wird jedoch eines besseren belehrt. Und der Weg dahin ist spannender denn je - wenn man denn auf "alte Krimis" steht - so wie ich. Es wird außerdem gekämpft, geschossen und gehext, die Action kommt also nicht zu kurz und Familiendrama ist auch dabei. 

Wer Krimis à la Anne Perry oder Ann Granger mag, wird diesen hier sicher genauso verschlingen wie ich. 

Was ich jetzt auf jeden Fall schnell noch tun muss? Band 1 lesen!





=[ Fazit ]=


Spannender Krimi mit zwei streitenden Gockeln. Ich habe nichts zu meckern!


=[ Wertung: ♥♥♥♥♥ 5 von 5 ]=

Rezension: Die Eisfestung

Die Eisfestung
                                      von Jonathan Stroud




=[ Harte Fakten ]=


- 281 Seiten

- cbj Verlag 2007 
- Hardcover
- Neupreis nicht ermittelbar, da vergriffen

=[ Worum geht's denn eigentlich ? ]=


Eigentlich wissen Emily und Simon so gut wie nichts über Marcus. Es war Zufall, dass sie einander auf dem gesperrten Burggelände begegnen und dort gemeinsam übernachteten. Doch Marcus verwandelt die Burg in eine Festung. Emily und Simon sind bei ihm, als er schwört, nie mehr nach Hause zurückzugehen. Währenddessen rücken sie draußen vor: zunächst nur Marcus’ Vater, dann der Burgwächter, Polizei, eine Sozialarbeiterin, Feuerwehr mit Gerät – die Belagerer, der FEIND, der Markus herausholen will! Was als übermütiges Spiel begann, schlägt langsam um in einen Albtraum.


=[ Meine Meinung ]=


Tja nun. Was soll ich sagen, mein erstes Buch 2018 und dann gleich so eine Enttäuschung! Beim Namen "Jonathan Stroud" hatte ich ein mega Psycho-Thriller erwartet, oder zumindest eine Athomsphäre so wie Lockwood irgendwie. 


Bekommen habe ich eine Story, die vor Belanglosigkeit nur so strotzt und in der die wenigen spannenden Momente gleich zerstört werden von noch belangloseren Ereignissen.


Nicht mal als Kind hätte mich dieses Buch besonders gefesselt und dabei klang der Klappentext so vielversprechend. Im Grunde geht es um ein stures Kind und eine Situation, die man in 5 Minuten hätte klären können. Völlig überzogene Abenteuerlust eines unglaubwürdigen Halbstarken trifft auf ein familiäres Problem. Raus kam dann dieses unglaubwürdige Buch, dessen Klappentext und Cover viel mehr versprechen als sie tatsächlich halten.


Im vorderen Teil des Hardcovers befinden sich verschiedene Grundrisse der Burg, die zwar schön zu haben, aber völlig überflüssig sind.


Lediglich für den Schreibstil gibt es eine Lanze zu brechen, das sollte jedoch auch die Einzige sein.


=[ Fazit ]=


281 Seiten kann man besser investieren.


=[ Wertung: ♥ 1 von 5 ]=

Mittwoch, 3. Januar 2018

Rezension: Sherlock Holmes - Die Moriarty-Akte

Sherlock Holmes – Die Moriarty-Akte

von CED – Bout Anox




=[ Harte Fakten ]=

- Pegasus Press 2017
- Hardcover
- 14,95 Euro


=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Hier liegt tatsächlich etwas sehr Außergewöhnliches vor mir! Ein Spiele-Comic-Krimi sozusagen! Ihr kennt sicher noch die „Du-entscheidest-selbst-Bücher“? Das ist hier ist quasi ein analoger Comic – mit gleich drei Fällen!
Es handelt sich hier um den zweiten Teil, den man aber völlig unabhängig spielen kann.

Klappentext:
Während einer Bahnreise werden Meisterdetektiv Sherlock Holmes und sein treuer Weggefährte Dr. Watson mit einem mysteriösen Todesfall konfrontiert. Noch beunruhigender als dieser Vorfall ist aber, wen ihr diesmal als Verbündeten auf eurer Seite habt: ausgerechnet euren Erzfeind James Moriarty! […]

=[ Meine Meinung ]=

Puh wo fange ich denn da nur an?

Was zu allererst zu loben gilt, sind die wundervollen Zeichnungen! Je öfter man sich die Panels ansieht, desto mehr Details fallen einem auf. Wirklich sein sehr schöner Zeichenstil, auch die Charaktere sind ausreichend markant, um sie auseinander zu halten.

Am Anfang des Buches gibt es eine kurze Einführung, wie mit diesem Spiele-Comic zu verfahren ist. Aller sehr simpel und einleuchtend und ich war sofort gespannt, denn man kann den Charakteren tatsächlich auch Fragen stellen und sie reagieren entsprechend darauf. Wie sollte das denn gehen? Aber nach Beendigung der Fälle kann ich sagen – es geht sogar sehr gut!

Und zwar so gut, dass man als Leser und Detektiv sofort merkt – hoppla! Hier hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht und viel Liebe und Zeit investiert! Generell sind die Wege und Möglichkeiten sehr gut durchdacht. Was mich zum folgenden Punkt bringt. 271 Seiten ohne Lösungsheft. Und das ganze dann aufgeteilt auf 3 Fälle, teilweise noch mit Erklärungen. Ich fand das schon sehr sportlich, muss aber sagen, die Seiten kommen prima hin. Nichts ist gekürzt oder abgehackt oder zieht sich zu lang. Das hätte ich persönlich nicht gedacht.

Schon im ersten Fall wird klar: Wir brauchen hier etwas, um Notizen zu machen. Anders als bei den typischen Büchern, bei denen man zu Seiten blättern muss, kommt es hier nämlich auf die Panelnummer an. Und da verliert man sehr sehr schnell den Überblick. Vor allem, wenn man den Zwang hat, alles wirklich zu erkunden und jeden einzelnen Weg zu gehen – so wie ich.
Deshalb habe ich auch etwas länger gebraucht als andere – sorry liebes Pegasus-Team.

Der Clue hinter dem Ganzen: Man kann sowohl als Holmes, als auch als Watson spielen und später sogar noch als Moriarty. Jeder Charakter hat sozusagen eine Spezialfähigkeit.

Ich habe den ersten Fall als Sherlock Holmes gespielt, den zweiten als Dr. Watson und den Dritten als Holmes. Bin aber auch auf Moriartys Spuren gewandelt. Es macht unheimlich viel Spaß, alles genau anzusehen. Trotz des kindlich anmutenden Stils haben es die Fälle ganz schön in sich und ich kann euch verraten, dass ich nur einmal zu 100 % richtig lag und das war bei Fall Nummer 1. Es ist auch noch anzumerken, dass hier drei Fälle zu lösen sind, die aber doch irgendwie miteinander verwoben sind. Alle ist sehr stimmig und fügt sich gut zusammen.

Was wir hier haben ist auf jeden Fall ein Paradebeispiel für ein perfektes Preis-Leistungsverhältnis. Für 14,95 Euro bekommt man ein Hardcoverbuch mit fast 300 Seiten, dass einen über 6 Stunden beschäftigt – wenn man möchte! Da Comics ja mittlerweile sehr teuer sind, finde ich denn Preis absolut gerechtfertigt und ich finde es eignet außerdem ein wundervolles Geschenk für Groß und Klein, Sherlock Fans oder Comicfreunde.

Der Einzige Kritikpunkt den ich habe ist, dass während der Fälle immer wieder von Wiggins die Rede ist (Das ist ein kleiner Straßenjunge aus dem Kanon, der Holmes unter die Arme greift), der jedoch im Buch unauffindbar bleibt. Warum das so ist, wird leider erst ganz zum Schluss geklärt: Der Verlag möchte auf Messen und Spielertreffen eine Art Bonuskarte verteilen, mit der man dann Wiggins finden kann. Wiggins an sich ist nicht notwendig zur Lösung der Fälle, aber es war schon sehr enttäuschend 270 Seiten lang nach einem Charakter zu suchen, den es so nicht gibt. Erklärt wird das nämlich wie bereits erwähnt erst am Ende des Buches. Hätte man eigentlich auch am Anfang erklären können (oder den Rezensenten bei Lovelybooks eine Karte zukommen lassen können).

Man sollte sich auf jeden Fall mehrere Notizzettel parat legen und einen Tee aufsetzen. Denn mein lieber Watson, es wird turbulent!

=[ Fazit ]=

Absolut gelungene Umsetzung zu einem unschlagbaren Preis!


=[ Wertung: 5 von 5 ]=