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Montag, 20. November 2017

Rezension: Lockwood & Co. - die seufzende Wendeltreppe

Rezi:

Lockwood & Co. - die seufzende Wendeltreppe

von Jonathan Stroud




=[ Harte Fakten ]=

- cbj 2015
- 432 Seiten
- Taschenbuch 12,99 Euro
- HC 18,99 Euro

=[ Um was geht's denn eigentlich? ]=

Wir befinden  uns in der Landeshauptstadt Großbritanniens, London. Schon immer rankten sich Geistergeschichten um die alte Stadt und die vielen alten Gebäude laden gerade dazu ein, daran zu spuken. Genau das ist passiert, denn London wird seit Längerem von Geistern und Erscheinungen geradezu belagert. Diese sind sogar wirklich gefährlich und Begegnungen enden nicht selten tödlich. Überall haben sich kleine "Geisterjäger" Agenturen gebildet, die den Spukgestalten die Stirn bieten. Meist sind es noch Kinder oder Jugendliche, bei denen die Gabe noch am Stärksten ist, die ihr Leben für die Vertreibung von Geistern riskieren.
Lockwood betreibt gerade so eine Augentur, als ihm mit seinen zwei Kollegen ein Malheur passiert. Eine Hohe Summe muss aufgetrieben werden um den Schaden zu bezahlen. Da kommt ein Angebot, ein altes Herrenhaus zu "säubern" gerade recht, doch Lockwood & Co. ahnen nicht, dass ihnen nicht nur im Geisterhaus alle an den Kragen wollen.


=[ Meine Meinung ]=

Im Frühjahr hatte ich Lockwood zum ersten Mal begonnen, aber irgendwie war ich da gar nicht in Stimmung. Deshalb ist wieder im Schrank gelandet.
Aber jetzt, in den kalten dunklen Herbsttagen habe ich es wieder hervor geholt und siehe da - ich bin gehyped!! ♥

Nicht nur die Geschichte und Idee ist gut, sondern auch die Charaktere. Zugegebenermaßen ist es etwa abgedroschen, dass die Protagonisten alle Jugendliche bzw. Kinder sind, aber mein Gott. Damit kann ich leben.

Allein schon deshalb, weil dieses Buch etwas geschafft hat, was noch nicht viele geschafft haben - mich zu gruseln!

Bei Stephen King zucke ich für gewöhnlich nicht einmal zusammen, vor Mördern und Clowns habe ich keine Angst. Aber ruhelose Geister sind schon irgendwie anders. Obwohl es ein Jugendbuch ist, kann man sich dabei ordentlich in die Hose machen und das finde ich super!!

Die typische Reiheneinführung bleibt nicht aus, vieles muss vorgestellt, erklärt und kennengelernt werden. Bei Lockwood aber geschieht dies beiläufig, genau richtig dosiert und man hat deshalb nicht den Eindruck, belehrt zu werden. 

Dazu dann noch drei liebenswerte Charaktere und doofe Gegenspieler und fertig ist das Jugend-Grusel-paket! 

Letzte Woche habe ich noch zu Nanni von Nanni's Welt gesagt, ich bräuchte mal wieder ein Buch, dass mich total umhaut und zack - hier ist es!

Ich bin total angefixt und kaufe mir jetzt mit dem letzten Geld die übrigen Bände zusammen! Jawohl!


=[ Fazit ]=

Der Auftakt zu einem vielversprechenden Fandom!

=[ Wertung: 5 von 5 ♥♥♥♥♥ ]=

Mittwoch, 17. Mai 2017

Rezension: Der Galgen von Tyburn

Der Galgen von Tyburn (Peter Grant #6)
                                                       von Ben Aaronovitch





Seltsam eher in Richtung Scientology oder in Richtung My little Pony?“



=[ Harte Fakten ]=
  • dtv Verlagsgesellschaft 2017
  • 416 Seiten
  • 10,95 €
  • ISBN:  978-3423216685
=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Es ist unheimlich schwer eine spoilerfreie Inhaltsangabe zu schreiben und der Klappentext und so wunderbar nichtssagend...

Der junge Polizist Peter Grant ist mittlerweile der Abteilung für Außergewöhnliches (Falcon) zugeteilt und kümmert sich um Verbrechen magischer Art. Dabei ist er nicht allein, sein Mentor und Ausbilder Nightingale und nicht zuletzt die Flüsse von London sind auf seiner Seite – meistens. Denn bei einem könnte er jetzt schön in Fettnäpfchen treten. Ganz nebenbei muss er einen Mordfall aufklären und der Gesichtslose ist im weiter auf der Fährte.

=[ Meine Meinung ]=

Es tut mir leid für die übersichtliche Inhaltsangabe. Aber das hier ist der 6te Band einer Reihe und ich möchte niemanden spoilern, denn die Reihe ist wirklich toll!

Kurzer Exukurs:
Zu Peter Grant kam ich vor einigen Jahren. London – Magie – ich! Und sofort hat mich die Reihe begeistert. Und dann hieß es erstmal warten... auf die nächsten Bände. Klar, ich hätte sie vorher schon auf Englisch lesen können, aber ich mag gerade die deutsche Übersetzung sehr gerne. Für den Leser mögen die personifizierten Flüsse etwas ungewohnt sein, aber man findet sich relativ schnell damit ab und alles ist gut. In Aaronovitchs Reihe geht es übrigens auch ordentlich zur Sache.Wer Krimis mit ein bisschen Magie und Chaos, sympathischen Figuren und Ironie und Zynismus/Sarkasmus mag -  Schaut euch auf jeden Fall Teil 1 „Die Flüsse von London“ an!! Oder sollte ich es mal verlosen?

Meine Meinung zu Band 6 – Super!

Der Galgen von Tyburn“ war spannend und sehr actiongeladen. Das heißt, es war sehr sehr schnell zu lesen und die Story wurde rasant voran getrieben. Man kann es eigentlich in einem Rutsch lesen und fragt sich, ob das wirklich 400 Seiten waren.

Die Story hat mir bei diesem Band nicht ganz so gut gefallen wie beim Vorgänger „Fingerhutsommer“, aber das, was da passiert ist, kann man kaum noch toppen.

Unser Peter Grant macht seinen Job sehr gut und mehr als einmal muss man schmunzeln. Unglücklicherweise schuldet er Lady Ty noch einen Gefallen, den er eigentlich nicht erfüllen kann. Er brilliert in diesem Teil vor allem im Weglaufen. Peter trifft auch auf andere „Praktizierende“ und stellt fest, dass es noch viel zu lernen gibt und die Magie noch wesentlich vielfältiger ist. Peter's Gedanken und Kommentare sind mal wieder sehr passend und witzig. Hach, ich mag ihn einfach. 
Beverly hat eigentlich nur einen kurzen Auftritt in dem Band, das finde ich persönlich gut, schließlich steht das ja nicht im Vordergrund. Es ist schön, dass der Autor das hier beibehalten hat.



Mir persönlich haben die Vorgänger sehr gut gefallen, weil da immer ganz klar ein Fall im Vordergrund stand und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es hier nicht so ist. Weichen für die Fortsetzung wurden gestellt und ich bin eher ein Freund von vordergründigen Fällen und hintergründigem roten Faden. Nichtsdestotrotz ist auch diese Fortsetzung hier zu empfehlen. Fans der Reihe werden sie sowieso lesen :P

Ansonsten sind wohl noch etliche Bände geplant, denn die Geschichte hat jetzt nochmal ordentlich Gas gegeben. Viele Fragen bleiben offen, was aber nicht schlimm ist. Schlimm ist die Gewissheit, wahrscheinlich über ein Jahr warten zu müssen, bis wir erfahren, wie es weitergeht.




=[ Fazit ]=

Wie zu erwarten eine gelungene Fortsetzung!


=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=

Dienstag, 2. Mai 2017

Rezension: Die Vier von der Baker Street (Comicreihe)

Die Vier von der Baker Street
                                                              von Djian, Legrand und Etien




„Ich schätze meine Hilfspolizisten, die Baker Street Boys.“ 
                                                    - Sherlock Holmes (Im Zeichen der Vier)








=[ Harte Fakten ]=




Band 1: Das Geheimnis des blauen Vorhangs
  • Splitter Verlag 2010
  • Hardcover 13,80 €
  • 56 Seiten
  • ISBN: 978-3868691733
Außerdem bereits erschienen:

Band 2: Die Akte Raboukin
Band 3: Die Nachtigall von Stepney
Band 5: Das Erbe von Professor Moriarty
Band 6: Der Mann vom Yard
Band 7: Die Moran-Affaire




=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

London im viktorianischen Zeitalter. Die Straßen sind belebt, doch auch überfüllt mit Straßenkindern, die sich alleine durchschlagen müssen. Zu ihnen gehören auch die drei Jungs Black Tom, Billy und Charlie. Zum Glück arbeiten sie nebenbei als Spione für den bekannten „Consulting Detektive“ Mr. Sherlock Holmes.
Als Black Tom's Freundin entführt wird, übernehmen sie ihren ersten Fall alleine. Unterwegs gesellt sich noch ein neues Teammitglied zu ihnen mit macht die Gruppe komplett.




=[ Meine Meinung ]=




Eine Reihe aus meiner Sherlock Holmes Comic Sammlung! Und so ziemlich meine Lieblingsreihe. Bisher sind 7 Bände erschienen und der Preis erscheint mir angemessen, auch wenn einem die Comics anfangs etwas dünn erscheinen.

Ich würde hier sogar von einem All-Age-Comic sprechen, man muss auch nicht Holmesianer sein, sondern kann sich auch so von den Vieren verzaubern lassen.




Was sofort auffällt, sind die wunderschönen Zeichnungen! Der Zeichenstil ist wirklich herausragend und die Bilder so detailliert, das man immer wieder etwas neues entdeckt. Die Charakter sind leicht auseinander zu halten und die Mimik ist sehr schön umgesetzt. Das Design der Figuren geht manchmal schon ins Komische, aber im positiven Sinne.
Die Story ist kein haarsträubender Krimi mit 20 Plottwists, sondern immer eine runde Geschichte, die am Ende auch abgeschlossen ist. Nichts hoch anspruchsvolles, aber eine solide Krimigeschichte.
Der Comic lebt natürlich von seinen Figuren und die sind liebevoll gestaltet. „Black Tom“ ist von Anfang an mein Liebling gewesen und das vierte und letzte Mitglied der Bande ist auch etwas „ganz besonderes“. Zu viel will ich euch natürlich auch nicht verraten.




Eins hat diese Comicreihe auf jeden Fall – Charme! Es gibt dutzende Geschichten und Adaptionen zu den „Baker Street Boys“, eine habe ich ja selbst geschrieben, aber diese Comicreihe ist so liebevoll gestaltet, dass sie einfach nur verzaubert.




Eine Leseprobe findet ihr hier





Ansonsten kann ich euch die Reihe nur wärmstens und uneingeschränkt empfehlen – für Holmes Fans wohl eher obligatorisch.









Aber eins noch! Es gibt sogar ein Kompendium, in dem man viele Informationen zu Holmes, Mychroft, Scotland Yard und sogar Moriarty findet. 

Und das ist auch liebevoll illustriert! 
Die Welt der Vier von der Baker Street“ heißt das gute Stück und ich bin froh, das letzte Exemplar im Comicladen ergattert zu haben.

Zu guter Letzt muss noch gesagt werden, dass ich absoluter Anhänger des Splitterverlags bin.
Dort gibt es zahlreiche Sherlock Holmes Comics – ein paar darf ich mein eigen nennen und ihr werdet sie hier auch noch sehen – und vor allem schöne Alben. 

Ich habe zum Beispiel auch die „Assassin's Creed“ Reihe vom Sprlitterverlag die sind natürlich auch sehr hochwertig gedruckt und schön anzusehen. 

Ein wirklich toller Verlag, dessen Programm ihr als Comicfans auf jeden Fall mal ansehen solltet.


Leider sind die Bände 3-7 von „Die Vier von der Baker Street“ noch nicht in meinem Besitz, habe sie aber glaube ich komplett im Comicladen gelesen * hustet *




=[ Fazit ]=

Wunderschöne Comic Reihe über die „Baker Street Irregulars“





=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5]=




Mittwoch, 5. April 2017

Vergessene Bücher: Sherlock Holmes von Sir Arthur Conan Doyle

Sherlock Holmes 
                                     von Sir Arthur Conan Doyle

|||||||> Achtung - keine Rezi <||||||| 

=[ Worum geht's da noch gleich? ]=

Um den Meisterdetektiv Sherlock Holmes, der sich mit dem Arzt Dr. Watson Räumlichkeiten in der Baker Street 221 b  teilt. Mit seiner einzigartigen Auffassungsgabe und Deduktion löst er Fälle, die von Privatleuten an ihn herangetragen werden und unterstützt damit auch ab und an den etwas überforderten Lestrade von Scotland Yard. 

Sir Arthur Conan Doyle hat 4 Romane und 56 Kurzgeschichten, die man aber alle unabhängig von einander lesen kann.

Heute muss man kaum mehr jemandem erklären, wer Sherlock Holmes ist! Das hat den Vorteil: Man wird heute nicht mehr ausgelacht, wenn man Anhänger des Meisterdetektivs ist. Ich wurde das früher schon.

=[ Wie ich zum Detektiv kam ]=

Mit 10 Jahren viel mir ein Sherlock Holmes Buch in die Hände und ich war begeistert! Auch wenn ich die Namen seiner Klienten heute anders ausspreche *lach* Seine Methoden und der verblüffte Watson haben sich in mein Leben geschlichen - und sind geblieben.
Schnell mussten alle Geschichten herangekarrt werden aber in der Bibliothek meines Vaters wurde ich natürlich sofort fündig und durfte seine alten Exemplare behalten. Einige Geschichten habe ich dann auch nie wieder gelesen, nur eben das eine mal, als Kind.


Sir Arthur Conan Doyle und ich haben ziemlich das gleiche Problem: Manche Erzählungen wirken doppelt, weil der gute Doyle zum Schluss auch nicht mehr wusste, was schon alles dran war und was nicht. Und ich kann mich heute nicht mehr an alle Geschichten erinnern, weil ich auch nicht mehr weiß, was in welcher passiert. Einige Geschichten ähneln sich deshalb sehr stark. Aber das macht ja nichts.


Großer Vorteil für mich: Als Sherlock Holmes in einer Kurzgeschichte starb, wusste ich ja, dass es weitergeht. Schließlich waren die Geschichten ja schon 100 Jahre alt. Die Menschen damals aber, die geduldig auf die Erzählungen warten mussten...kaum auszudenken, was sie durchgestanden haben. 
Für Doyle war seine Erschaffung Segen und Fluch zu gleich und man kann es ihm nicht einmal verübeln. Ich bin dennoch froh, dass die Geschichten so zahlreich geworden sind, man findet immer wieder etwas neues und wenn man so ein Gedächtnis hat wie ich, ist der ein oder andere Fall auch völlig neu! XD

In meiner Sammlung jedenfalls befinden sich mehrere Ausgaben, die schönste ist wohl die hier abgebildete. Leider nicht illustriert, aber mit goldenen Seiten und in Leder gebunden. Das Ganze - of course - auf Englisch.  

In meinem Sherlock Regal, in dem sich ein Teil meiner Sammlung befindet, steht auch die grüne Ausgabe, mit schön gestalteten Covern, ansonsten aber relativ schmucklos. Die habe ich mir "verdient" als ich als Jugendliche dann immer noch Sherlock Fan war. 

=[ Meine Meinung ]=

Für mich sind die Romane und Kurzgeschichten ein Teil meines Lebens. Für Neuleser, die vielleicht erst mit BBC eingestiegen sind, sind sie zugegebenermaßen wahrscheinlich sehr trocken und langweilig. Als sie in "The Strand Magazine" erschienen, waren sie "the shit"! 

Die Kriminaltechnik war in den Kinderschuhen, Sherlocks Methoden waren also revolutionär für die Leser. 

Im Nachhinein beim Schmökern stelle ich fest, jaa es ist ab und an etwas trocken und heute kann Sherlock wohl niemanden mehr verblüffen. "Die Welt hat sich weiter gedreht", um Stephen King zu zitieren und in dieser schnelllebigen Zeit, wäre Sherlock schnell am Ende mit seinen Deduktionen. 

Dennoch schaffe ich es immerwieder mich dafür zu begeistern und merke auch, wie ich im echten leben nicht nur sehe, sondern auch beobachte. Als Kind habe ich mir nach den Roman angewöhnt, auf Dinge mehr zu achten. So zähle ich heute noch alle Stufen, die ich hochlaufe.



=[ Neue Romane - Top oder Flop ]=

Zahlreiche Sherlock Holmes Romane sind auf dem Markt, bekannt wurden zuletzt die von Anthony Horowitz. Ich war jahrelang seeehr skeptisch und auch anfangs von der BBC Sherlock Serie nicht begeistert. Also so gar nicht begeistert. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass es eine gute Umsetzung in der heutigen Zeit ist. Außer Moriarty's Tod den fand ich zum -

Die Young Sherlock Reihe kann ich sehr empfehlen. Das sind Jugendbücher über den jungen Sherlock Holmes und es liest sich sehr locker und schnell. Er erlebt haarsträubende Abenteuer, von dem jedem klar ist, dass das so nicht ganz gewesen sein kann aber es macht wirklich sehr viel Spaß, es zu lesen.
Die Bücher links daneben von Guy Adams sind auch nicht schlecht. Die Cover sind toll und vor allem "Die Armee des Dr. Moreau" war echt interessant. Natürlich nur für alle, die "Die Insel des Dr. Moreau" gelesen haben, welches ich auch empfehlen kann, ein Klassiker.

Von Anthony Horowitz bin ich bis jetzt auch sehr angetan, der Stil ähnelt der von Conan Doyle sehr und es ist auch nichts zu überzogen oder gekünstelt. Es fühlt sich wirklich an, als würde man einen kanonischen Sherlock Roman lesen - Respekt!

Diese beiden Exemplare sind auch aus der Bibliothek meines Vaters und wurden wohl nicht neu aufgelegt. Er kann auch nicht mehr sagen, wie und wo er sie erstanden hat. Da ich diese auch als Kind gelesen habe und das jetzt schon 17 Jahre her ist... kann ich mich nicht mehr gut daran erinnern. Nur noch, dass ich sie mochte. Sie stehen jedenfalls auf meiner re-read Liste, wenn ich irgendwann mal gar nichts mehr zu lesen habe (was ja nie vorkommt) oder mich die Lust packt, dann werde ich sie nochmal lesen.

Ich habe auch einige Sachbücher, in denen seine Methoden analysiert werden, oder einfach ein Überblick über die Fälle oder Figuren geschaffen wird. Sehr interessant. Eins davon ist das hier, das ist noch recht neu, ich glaube 2 Jahre alt. 



Und natürlich gibt es vieles auf dem Wühltisch, da habe ich das hier erstanden. Wieder etwas für die Sammlung.

Dieses Schätzchen hier habe ich geschenkt bekommen. Jaaa, ihr lest richtig - Herlock Sholmes!



Es ging mal wieder um die Rechte... also um Sherlock Holmes auf den berühmten Gentlemen Dieb Arsène Lupin treffen zu lassen, musste man ihn kurzerhand umtaufen. Macht meiner Meinung nach gar nix!
Und die Romane um Arsène Lupin sind für Holmes Fans übrigens auch sehr interessant - ich liebe sie!

=[ Comics und Games ]=

Hab ich natürlich auch unzählige Comics, auf die ich in einem neuen Post näher eingehe - da sind echt gute dabei! 

Games gibt es auch sehr gute - leider ist die Grafik meistens nicht so gut. Für den PC gibt es relativ viele Sherlock Holmes Spiele, die alle eher langsam vor sich hin plätschern und man oft nicht genau weiß, was muss ich jetzt machen? Für die Playstation gibt es mittlerweile sehr gute Spiele, wie z.B. "Crimes and Punishment" oder "Das Testament des Sherlock Holmes" und das neuste "The Devil's Daughter" habe ich selbst noch nicht gespielt. In den neueren Spielen ist dann auch mehr Action drin. Leider sind viele Fälle vorhersehbar und man merkt, dass einem einfach die Ideen ausgehen. Nur weil jemand gerade betrunken ist, ist er kein Alkoholiker. 

=[ Mein Lieblingsfall ]=

Das ist sooo schwierig. Aber liebster Fall war von der ersten Sekunde an "Die Liga der rothaarigen Gentlemen" einfach wegen der Kuriosität. "Der Hund von Baskerville" fand ich auch sehr spannend. 

=[ Unter die Haut ]=

Tatsächlich habe ich mir vor ein paar Jahren ein Sherlock Holmes Tattoo stechen lassen. Ich bereue nichts! :D


=[ Wie ich zum Detektiv wurde ]=

Es gibt Punkte im Leben, an denen kommt man nicht weiter. Und als ich eines Tages beruflich nicht mehr weiterkam - tja da schrieb ich mich bei der IHK für den Lehrgang im Bewachungsgewerbe ein und verwirklichte so einen Traum. Ich darf jetzt als Detektiv arbeiten und danke einer Zusatzprüfung darf ich mich sogar als Detektiv selbstständig machen. :D 

=[ Die Deutsche Sherlock Holmes Gesellschaft ]=

Selbstverständlich zähle ich mich zu den Mitgliedern! Im Moment leider nicht wirklich aktiv, denn die meisten Treffen sind am anderen Ende Deutschlands und es ist mir leider im Moment nicht möglich, mich da einzubringen. Die Gesellschaft stelle ich euch in einem gesonderten Post mal näher vor. Da gibts dann auch Infos zu Beitritt und der ganz tollen Zeitschrift "The Baker Street Chronicle".

=[ Sherlock Holmes ist ein fiktiver Charakter ]=

Achja?? Und Einhörner sind wohl auch nur Fabelwesen, oder? 

I believe in Sherlock Holmes ♥

Mittwoch, 15. Februar 2017

Rezension: Niemalsland von Neil Gaiman

Niemalsland
                               von Neil Gaiman




=[ Harte Fakten ]=
  • Eichborn (Bastei Lübbe) 18 €
  • 430 Seiten
  • ISBN: 978-3-8479-0615-5




=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=




Richard Mayhew, Geschäftsmann aus London und verlobt mit der unausstehlichen Jessica, ahnt nicht, dass sich sein Leben bald komplett verändert. Auf dem weg zu einem Restaurant fällt ihm ein verletztes Mädchen direkt vor die Füße. Er beschließt ihr zu helfen und bringt sie zu sich nach Hause. Das Mädchen stellt sich als „Door“ vor und Richard muss feststellen, dass jemand hinter ihr her ist. Kaum verabschiedet sich Door, ändert sich alles für ihn. Niemand kann ihn auf einmal sehen oder hören, sogar der EC-Kartenautomat erkennt seine Karte nicht mehr an. Es gibt nichts, was darauf hindeutet, dass es ihn je gegeben hat. Richard packt seine sieben Sachen und macht sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Mädchen Door. Hat sie etwas damit zu tun? Seine Suche führt in ins „Unterlondon“.




=[ Meine Meinung ]=




Ja. Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Buch. Im Laden wurde es angepriesen und der Klappentext und die Story klangen sehr interessant. Außerdem gibt es eine 6-teilige Mini BBC Serie dazu. Die habe ich mir allerdings noch nicht angeschaut und bin mir nicht sicher, ob ich das nachhole...Ich kann absolut nicht verstehen, warum das Buch auf Amazon so gute Bewertungen hat..

Alle meine Erwartungen wurden enttäuscht. Die Grundidee ist super gut, am Anfang war ich auch total gefesselt. Als Door plötzlich vor Richard Füße fällt, die Männer die nach ihr suchen. Doch kaum kommt Richard in Unterlondon an, nimmt es rapide ab. An Story, an Spannung, an allem. Der Autor hetzt einfach durch.


Es hat den Anschein, als hätte der Autor Szenen im Kopf, die er abhaken will. Dazwischen gibt es dann leider nichts, weder Dialoge noch Gefühle oder Charakterentwicklung. Sie laufen einfach von A nach B. Bei B passiert was, dann laufen sie nach C, da passiert etwas. Obwohl 430 Seiten ja schon nicht so wenig sind, fehlt irgendwie Zeit, die Geschichte richtig aufzubauen. Man wird hineingeworfen, bekommt aber nie wirklich einen Eindruck von Unterlondon. Und das bei einer so vielversprechenden Grundidee.





Fakt ist, das Buch würde wohl als Serie ganz gut funktionieren. Eben aber nur, bis die Charaktere die 4 oder 5 Stationen abgeklappert haben. Es wäre vielleicht einfach besser gewesen, sich auf ein Abenteuer, eine Station zu beschränken und nicht 20 Abenteuer in einen Roman zu packen. Das wirkt nicht nur unglaubwürdig und gedrungen, sondern gibt dem Leser auch das Gefühl, gar nicht wirklich dabei zu sein.




Auch bedient sich der Autor an Sagen und Legenden, wie zum Beispiel die Bestie von London oder die versunkene Stadt Atlantis. Das wir dann in ein, zwei Nebensätzen abgespeist und man hat das Gefühl, diese Sagen oder Sagengestalten seien nur dazu da, das Buch zu vermarkten.




Die Charaktere sind absolut flach. Die einzigen Figuren, die wirklich auffallen ist die Hauptperson Richard, eben weil man ihn anfangs in seinem normalen Leben begleitet. Richard Mayhew soll gemocht werden und das erreicht er auch mühelos. Aber gegen Mitte des Buches wird auch er abgeflacht. Außer den an erwähnten „Stationen“ ist er blass und gar nicht vorhanden. Läuft halt so mit weil er die Hauptperson ist. Es gibt auch Andeutungen auf eventuelle Gefühle Door gegenüber, aber das wird auch irgendwie im Keim erstickt.
Door ist blasser als blass. Sie stolpert in Richards Leben und ist interessant. Man erfährt auch etwas über ihre Vergangenheit aber ich könnte ihren Charakter nicht wirklich beschreiben. Was mir noch in Erinnerung geblieben ist – sie trägt eine alte Lederjacke. Ansonsten ist sie austauschbar.
Hunter, die Leitwächterin. Tja. Hunter macht den Eindruck, als hätte sich jemand wirklich Gedanken über sie gemacht, aber bevor es was werden konnte dann die Bremse reingehauen.
Als Interaktion zwischen den Charakteren hätte ich mir vielleicht ein paar tiefgründigere Gespräche gewünscht. Richard fragt im Allgemeinen zu wenig.
Wovon die Story wirklich lebt, sind die zwei Bösewichte, Mr. Croup und Mr. Vandemar. Und ich habe mich wirklich schon drauf gefreut, zu lesen, was die beiden so treiben.
Ein paar witzige Stellen gibt es auch in dem Buch. Leider ist das meistens Situationskomik, die in einem Buch nicht so wirklich rüber kommt. In einer Serie könnte ich es mir jedoch sehr gut vorstellen.




Leider ist das Buch, obwohl es ein Taschenbuch ist auch noch unverschämt überteuert und kostet 18 Euro.
Wegen des Humors und der Idee vergebe ich zwei Herzchen.






=[ Fazit ]=
Es wirkt ein bisschen wie in einem schlecht gespielten DSA Abenteuer: „Wie ich sehe fehlt eurer Gruppe ein Magier! Wir kennen uns zwar nicht, aber ich werde euch begleiten – egal wohin!“





=[ Wertung: ♥♥ 2 von 5 ]=

Samstag, 3. Dezember 2016

Rezension - Wer Furcht sät von Tony Parsons

WER FURCHT SÄT 
                                                              von Tony Parsons




=[ Harte Fakten ]=

  • Bastei Lübbe Taschenbuch 2016
  • 15 Euro
  • 320 Seiten
  • ISBN: 978-3404174423

=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Eine Gruppe Unbekannter übt Selbstjustiz aus, in dem sie ihre Opfer erhängt, das Ganze filmt und im Internet verteilt. Die Polizei tritt auf der Stelle und Detective Max Wolfe hat alle Hände voll zu tun. Bis er dann selbst ins Visier des „Clubs der Henker“ gerät.



=[ Meine Meinung ]=

Das Thema Selbstjustiz begleitet uns eigentlich schon immer und immer mal wieder gehen Fälle auch durch die Medien.


In Tony Parsons "Wer Furcht säht" geht es eben darum. "Der Club der Henker" übt Selbstjustiz, in dem es Straftäter, die in ihren Augen nicht gerecht bestraft wurden, aufhängt und Videos davon im Internet verteilt. Detektive Max Wolfe und sein Team haben alle Hände voll zu tun.

Eins vorab: Der Krimi hat mich auf jeden Fall unterhalten und war sehr gut zu lesen. Es ist ein solider Krimi, der sich durchaus sehen lässt.

Die Kulissen sind natürlich sehr gut! London, Londons uralter Untergrund, geheimnisvolle Räume... da kann man schon sehr viel draus machen.

Bei den Charakteren wird es schon schwieriger. Diese werden leider häufig dazu hergenommen, einen speziellen Zweck zu erfüllen.

Max Wolfe, ein alleinerziehender Vater und Detective ist die Hauptperson und alle Hände voll zu tun. Ich mag ihn und er macht seine Sache gut, reagiert ab und zu aber unglaubwürdig und gegenteilig.

Scout, Max's Tochter, wird leider immer nur hergezerrt, um das Bild des fürsorglichen alleinerziehenden Vaters zu verstärken. Sonst schläft sie, trotz ihren jungen Alters, immer bei Freundinnen. Das ist schade und wirkt so, als könnte der Autor das Kind einfach nicht in einem Krimi unterkriegen.

Das Gleiche gilt für Stan, den Hund. Der ist süß und alles und macht das Bild des sich kümmernden Vaters komplett. Stan wird allerdings auch nur für Spaziergänge herangezogen und hat am Ende etwas mehr "Screentime", was aber absolut nichts mit der Geschichte zu tun hat. Ich vermute, um das Buch ausklingen zu lassen und nochmals auf das Familienleben zu verweisen.

Der geheimnisvolle Jackson hatte kurze Auftritte! Ein Charakter, der gut ankommen soll und das auch tut! Er ist toll! Hier hätte ich mir mehr Geschichte erwünscht, vielleicht eine aus der gemeinsamen Vergangenheit.

Die Geschichte ist gut durchdacht, die neuen Medien sind etwas unglücklich miteinbezogen. Videos verbreiten sich schnell. Aber man hätte auch daran denken können, dass immer jemand den Ort kennt, der in dem Video zu sehen ist, vor allem Einheimische/Touristenführer/Mitarbeiter/Interessierte. Die Polizei verhält sich in diesem Krimi etwas komisch. Spuren werden nicht verfolgt, man tritt auf der Stelle.

Der Titel ist etwas unpassend. Eigentlich hat er gar nichts mit dem Buch zu tun. Das kann man dem Autor aber nicht vorwerfen, das Buch heißt im Original "The hanging club". Das war der perfekte Titel und warum man das nicht einfach übersetzt hat, kann ich nicht nachvollziehen. Schade.

Am Ende steht die Selbstjustiz. Der Autor wollte hier auf ein Thema aufmerksam machen, das durchaus diskutiert werden sollte. Jeder sollte sich fragen, vielleicht sogar an der eigenen Nase packen. Der Rachegedanke ist allgegenwärtig, auch im Alltag. Und ist es nur der Nachbar, der schon wieder den Hausflur nicht gekehrt hat.

Trotz den angesprochenen Punkten hat mir das Buch ganz gut gefallen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und es genossen. Es muss ja nicht immer gleich ein Meisterwerk sein, in dem jede Aktion bis ins Detail ausgeklügelt ist.
Ein solides Werk, für London Fans sicherlich interessant.

Es hat mich aber nicht so sehr überzeugt, dass ich jetzt die Vorgänger lesen werde.



=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ 3von 5 ]=

Montag, 10. Oktober 2016

Rezension - Mord in der Mangle Street von M. R. C. Kasasian



MORD IN DER MANGLE STREET - von M. R. C. Kasasian





=[ Harte Fakten ]=


- Kriminalroman
- Hardcover 20,00 €
- Hoffmann & Campe Verlag
- 397 Seiten
- ISBN 978 3 455 60051 3


=[ Worum geht's denn eigentlich ]=

London im Jahre 1882. Die Junge March Middleton macht sich nach dem Tod ihres Vaters auf den Weg nach London, zu ihrem Patenonkel - dem berühmten Detektiv Sidney Grice.

Prompt mischt sie sich in dessen neuesten Fall ein, ist aber nicht immer einer Meinung mit ihrem renommierten Vormund. Ein Detektiv-Duo, wie es unterschiedlicher nicht sein könnte.






=[ Meine Meinung ]=

ICH LIEBE ES! 
Für Anhänger viktorianischer Krimis (und Menschen mit Humor) ein Must-Have! 

Die Figuren sind interessant und exzentrisch, die Handlung ist spannend und mitreißend. Die Interaktionen von Sidney und seiner Nichte March sind geradezu "hilarious". Schon die erste Begegnung verläuft alles andere als konventionell. 

Herrlich, wie Klischees bedient werden, ohne dabei zu albern zu wirken. Dieser Roman schafft wirklich den Spagat zwischen East-End-Nebligkeit und witzigen Passagen. 

Ich will mehr davon und hoffe sehr, dass es eine Reihe wird.

Dieses Hardcover ist genau das richtige für verregnete Herbstabende im Lesesessel und vielleicht - so wie March es genießen würde - mit dem ein oder anderen Gläschen Gin. Aber bestimmt mit einem Lächeln im Gesicht. 

Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (5 von 5)