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Mittwoch, 12. Juli 2017

Ciri nervt Nicole Gozdek

Ciri nervt Nicole Gozdek

Huhu meine lieben Leser! ♥
Am Montag gab es die Rezi zu "Die Magie der Namen" und jetzt habe ich gleich das Ciri nervt mit der sympatischen Autorin Nicole hinten dran gehängt. 

Das Buch hat mich sehr begeistert und meine Rezi dazu findet ihr hier

Ansonsten wünsche ich euch viel Spaß mit dem kleinen Interview! :D

Foto: Melihat Kaplan

Nicole: Hallo ihr Lieben! Mein Name ist Nicole Gozdek, ich bin 38 Jahre alt und ich schreibe Fantasyromane. Meine Leidenschaft für Bücher hat schon als Kind angefangen, mit 17 Jahren habe ich dann begonnen, selbst Geschichten zu schreiben. Lesen und Schreiben sind auch heute noch meine größten Hobbies – vielleicht komisch, wenn man als Autorin das Schreiben als Hobby bezeichnet, aber ich habe ja noch einen regulären Job und kann mich meinen Geschichten demnach nur in meiner Freizeit widmen. Auch sonst bin ich kreativ unterwegs, ich zeichne und male gerne, was mir beim Anfertigen der Karten für meine Fantasywelten zugutekommt. Seit 6 Jahren habe ich zudem meinen Buchblog nicoles-fantasy.de, auf dem ich Fantasyromane von anderen Autoren vorstelle und rezensiere. Damit ist mein Leben schon gut ausgelastet, sodass mir die Zeit zum Italienischlernen und Reisen leider momentan fehlt.

Ciri: Beschreibe dich mit 3 Worten

Nicole: Fantasyfreak, kreativ, chaotisch

Ciri: Glaubst du an Geister oder Übernatürliches?

Nicole: Das würde man vielleicht vermuten, weil ich Fantasy schreibe, aber nein, ich glaube nicht an Übernatürliches. Ich stelle mir allerdings sehr gerne vor, wie es wäre, wenn es Geister, Magie oder Ähnliches gäbe. Das finde ich sehr faszinierend. Ich mag es mir vorzustellen, wie das Leben in einer phantastischen Welt wäre und was wir dann alles erleben könnten.

Ciri: Mit welcher Person würdest du gerne mal zu Abend essen (auch fiktiv)?

Nicole: Muss ich mich auf eine Person beschränken? Ich denke, dann würde ich einen meiner Lieblingsautoren wählen, also J.K. Rowling oder Brandon Sanderson. Ich würde sehr gerne mal mit ihnen über ihre Erfahrungen als Schriftsteller plaudern. Sie hätten bestimmt einiges Spannendes zu erzählen. :)

Ciri: Bist du ein Hunde oder Katzentyp?

Nicole: Eindeutig ein Katzenmensch. Meine Familie hat fast immer Katzen gehabt. :D

Ciri: Gibt es einen alten Freund, mit dem du gerne mal wieder Kontakt hättest?

Nicole: Mit einigen früheren Schulfreundinnen habe ich leider keinen Kontakt mehr, was schade ist. Wir haben als Kinder und Jugendliche doch viel Zeit verbracht. Über ein Wiedersehen mit ihnen würde ich mich sehr freuen. Aber so ist das manchmal im Leben, man driftet auseinander und irgendwann hat man unbemerkt den Kontakt verloren.

Ciri: Was isst du am Liebsten?

Nicole: Leider habe ich eine Schwäche für Schokolade. Dicht gefolgt von Kirschen und Erdbeeren.

Ciri: Wenn du nachts ein seltsames Geräusch hören würdest, wärst du mutig genug um
nachzusehen?

Nicole: Ja, weil ich vermutlich keine Angst vor dem unbekannten Geräusch hätte, sondern einfach nur davon genervt wäre und wissen wollen würde, was mir gerade den Schlaf raubt – und was ich dagegen machen kann.

Ciri: Was war dein schlimmster Albtraum?

Nicole: Zum Glück habe ich kaum Albträume und erinnere mich auch nicht an sie. Aber klar, wenn man „Albtraum“ im Sinn von Ängsten versteht, dann wäre es wohl, blind zu werden und nicht mehr lesen zu können. Ein Hörbuch ist einfach kein Ersatz fürs Selberlesen.

Foto: Melihat Kaplan


Ciri: Wirst du oft auf der Straße erkannt?

Nicole: Ehrlich gesagt, gar nicht. Auf der Buchmesse werde ich hin und wieder erkannt und angesprochen, aber im Alltag führe ich ein ganz normales Leben.

Ciri: Was war dein größter Misserfolg? Und der größte Erfolg?

Nicole: Großer Misserfolg hört sich so nach Scheitern an. Ich habe eigentlich immer Glück im Leben gehabt, ich würde nichts wirklich als Misserfolg bezeichnen. Manchmal habe ich Umwege genommen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich Optimistin bin, dass ich dies nicht als Misserfolg empfinde. Bei vielen Dingen ist es gut so, wie es gekommen ist, und manche haben einfach länger gedauert, wie zum Beispiel meine erste Buchveröffentlichung. Aber ich hatte es nie, dass ich unbedingt etwas erreichen wollte, mich angestrengt habe, aber es am Ende doch nicht geschafft habe.

Mein größter Erfolg war wohl der Gewinn des Piper Awards, der mir dir Veröffentlichung von „Die Magie der Namen“ im Piper Verlag ermöglicht hat. Dadurch hat sich mein Leben doch sehr stark verändert und ich habe das Glück, dass ich meine Bücher jetzt in den Händen halten kann. Das ist ein tolles Gefühl und noch schöner ist es, von den Lesern zu hören, dass ihnen meine Geschichten gefallen.

Vielen Dank für die Fragen, liebe Ciri!


Ciri: Ich habe zu danken! Vielen Dank für die ehrlichen Antworten ♥


Melihat Kaplan

Sonntag, 9. Juli 2017

Rezension: Die Magie der Namen

Die Magie der Namen

                                        von Nicole Gozdek






=[ Harte Fakten ]=
  • Piper Verlag 2017
  • Taschenbuch 9,99 €
  • 368 Seiten
  • ISBN: 978-3492281294

=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=




Dein Name macht dich zu dem, der du bist. Er entscheidet über deinen Beruf, deinen Charakter und letztendlich auch über deinen Stand in der Gesellschaft. Nummer 19 wünscht sich, ein großer Krieger, ein Polliander zu sein und ist dementsprechend aufgeregt, als es endlich zum Ritual der Namensfindung kommt. Doch während seine Freunde und die anderen Nummern alle ihren Namen erhalten und sich körperlich sofort anpassen, passiert bei ihm nicht viel. Alles was er weiß: Ab sofort heißt er Tirasan Passario. Niemand scheint den Namen zu kennen und so setzt Tirasan alles daran, herauszufinden, wer er ist.




=[ Meine Meinung ]=

Von diesem Buch habe ich mir schon letztes Jahr eine Leseprobe geholt, die mir total gefallen hat. Dennoch habe ich mir das Buch anschließend – unerklärlicherweise – nicht gekauft. *Asche auf mein Haupt*


Zum Glück konnte ich es aber bei einem Gewinnspiel ergattern und Zuhause hat es mir so aufdringlich angestarrt... da habe ich es innerhalb von 2 Nachmittagen durchgelesen! Es war viel zu schnell vorbei...

Versetzt euch in eine Welt, in der unser Name bestimmt, wer wir sind. 

Da ich selbst einen außergewöhnlichen Namen habe und als Kind auch das ein oder andere blaue Auge deshalb kassierte (Arnika nennt man auch „Engelskraut“ oder „Wolfskraut“ haha toal witzig ich lach mich tot U_U), war das Thema Namen für mich schon immer ein größeres Thema als gewollt. Während andere an Kindergeburtstagen Tassen mit ihrem Namen bekamen, bekam ich als Ersatz nur „Schütze“...traurig hm? Was sagt unser Name über uns? Und was wäre ich wohl in Tir's Welt geworden? Ich als Rebell hoffentlich ein Polliander!

Jedenfalls will ich damit sagen, sofort fiebert man mit und denkt über seinen eigenen Namen nach. Wir begleiten Nummer 19 zur Namensfinderin und werden Zeugen von – nichts! Denn es passiert, im Gegensatz zu den anderen Nummern, gar nichts! Tir ist immernoch schmächtig, klein und schwach. Nur eines scheint sich verändert zu haben: Endlich findet er ein paar Freunde. Rustan, der ein Polliander geworden und somit ein großer Krieger geworden ist, erklärt sich bereit, auf den etwas schwächeren Tirasan aufzupassen und weicht ihm seitdem nicht mehr von der Seite. Ich habe natürlich sofort erkannt, was da läuft (Ein Freimaurer erkennt einen Freimaurer und so) und war von Anfang an total begeistert. Das Thema MUSS zwingend öfter aufgegriffen werden, auch in Romanen. Auch ganz unterschwellig wie hier. Danke, Nicole!


Tirasan muss sich nun auf den Weg in die Hauptstadt Himmelstor machen, wo sich die Namensarchive befinden und seinen Namen bestätigen lassen. Dort kann er auch endlich Nachforschungen anstellen, um mehr über sich zu erfahren.
Neben Rus sind auch Nelia, eine Magierin, sowie Tir's ehemaliger Erzfeind Baro und sein Schwarm Allira mit von der Partie und begleiten Tir zu den Namensarchiven und müssen sich mit allerhand Widrigkeiten herumschlagen. Man erfährt immer mehr über die Namensmagie und die Welt und schon bald sind aus der zusammengewürfelten Gruppe gute Freunde geworden.

Endlich am Ziel ihrer Reise angekommen, stellt Tirasan allerdings fest, dass ihm nicht alle wohlgesonnen sind und sich hinter seinem Namen mehr verbirgt, als er sich je erträumte.

Eine wirklich tollte Geschichte, ich habe mich wirklich sehr gut aufgehoben und unterhalten gefühlt. Sonst hätte ich das Buch auch nicht sofort beendet. Nicole's Stil finde ich okay, es musst nicht immer á la Stephen King sein und jede Hautfalte beschrieben werden. Die Charaktere sind teilweise Stereotypen, aber man kann sich gut in sie einfühlen. Auch die Schwierigkeit, dass Tir's ehemaliger Feind nun einer seiner Freunde ist, wirkt glaubhaft. Im Gegensatz zu ein paar andere Rezensenten finde ich die Charaktere nicht zu blass. Als Auftakt einer Reihe passt alles ganz gut – bis auf das Ende.

Das hat mir nicht besonders gut gefallen – aber im Sinne von: Ich war entsetzt, was passiert ist und hoffe, dass das schnell wieder irgendwie in Ordnung kommt.


Da klar war, dass es weiter geht, ist aber wohl okay und ich habe mich entschieden, hier kein Herzchen dafür abzuziehen. Wäre ein One Shot gewesen, dann hätten aufgrund des Endes nicht nur ein Herzchen dran glauben müssen.

Liebe Nicole, ich hoffe sehr, dass es bald weitergeht und du das Ende nochmal richtig auflöst, bzw. aus der Geschichte von Tir und Rus noch einiges rauszuholen ist. ♥

Ich war begeistert und bin es eigentlich noch immer! Tolles Buch!

Mitte der Woche kommt hierzu noch ein "Ciri nervt Nicole Gozdek" :D♥




=[ Fazit ]=

Tolle Idee – bitte mehr!





=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=