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Montag, 1. Januar 2018

Lesung mit Kai Meyer

Lesung mit Kai Meyer "Die Spur der Bücher"

Quelle: www.kai-meyer.de

Haiaiai, endlich schaffe ich es doch noch, einen kurzen Bericht online zu stellen.

Hier in Bamberg gibt es (leider) keine richtig große Buchhandlung, umso freudiger war ich gestimmt, als ich bei unserem „Hübscher“ gesehen hatte, dass Kai Meyer zu einer Lesung kommt! :D




Schon als Kind habe ich „Die sieben Siegel“ verschlungen und auch „Die Seiten der Welt“ habe ich angefangen und war sofort begeistert.



Es war also klar – da muss ich hin!



Meine Bloggerkollegin Nanni hat uns also die Karten besorgt.



Foto: Nadine Uzelino


Es war meine erste Lesung in dem Sinne. Auf Buchmessen saß ich schon immer mal in einer drin, aber abends in einer Buchhandlung war schon sehr viel angenehmer. Eine nette Dame führte uns sehr witzig und ungezwungen durch den Abend.
Kai Meyer ist ein sehr netter und sympathischer Mann. Da macht es doch gleich noch mehr Spaß, seine Bücher zu lesen. Er hat etwas von seiner Recherchearbeit in London erzählt und auch viele Fragen beantwortet.
Die Lesung selbst war super toll und ich wollte das Buch "Die Spur der Bücher" auch sofort kaufen. Leider hat mir mein Portmonnaie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da hat man mal die Gelegenheit, es auch gleich signieren zu lassen und dann sowas. U_U Man kann eben nicht immer alles haben.


Kai Meyer bei der Lesung im Hübscher Bamberg
Foto: Nadine Uzelino


Es war wirklich ein schöner Abend und Kai Meyer sollte alle Sympathien auf seiner Seite haben! Mich hat er als Autor und Mensch überzeugt und ich werde mich weiterhin von ihm in fantastische Welten entführen lassen.

Samstag, 16. Dezember 2017

Rezension: Der Magier der Erdsee

Der Magier der Erdsee

                                     von Ursula K. LeGuin



" Es ist nicht immer leicht, einem Magier zu antworten."


=[ Harte Fakten ]=

- Weltbild Verlag
- 214 Seiten
- gebunden 7,95 Euro



=[ Um was geht’s denn eigentlich? ]=

Die Begabung des jungen Ged ist schnell in aller Munde, als er es schafft, mehr und mehr Tiere um sich herum zu scharen und herbei zu rufen. Seine Eltern reagieren schnell und schon bald findet er sich bei einem Meister wieder, der ihn unter seine Fittiche nimmt. Nach einem Zwischenfall jedoch setzt Ged eine sehr alte und böse Macht frei und _______ beschließt dieser, dass eine Magierakademie die weit bessere Wahl für den Jungen wäre und so macht sich Ged auf zur Insel Rok.

Dort hat er einiges zu lernen und macht gute Fortschritte. Doch nicht alle auf der Akademie sind ihm wohlgesonnen. Um sich zu beweisen, bedient sich der junge Magier einer Formel, die er schon einmal angewandt hatte und die ihm damals fast das Leben gekostet hatte und bringt dadurch einen Stein ins Rollen, den er so leicht nicht mehr aufhalten kann.



=[ Meine Meinung ]=



Ein Buch, das meinem Mann gehört und schon eeeewig hier rumsteht. Sogar zweimal. Einmal in einem Sammelband und einmal einzeln mit einem wunderschönen Cover.



Irgendwie musste ich es einfach mal lesen und tatsächlich hab ich es an einem Stück durchgelesen.



Man stellt schnell fest, das Rad ist nicht neu erfunden worden. Sehr viel kommt einem bekannt vor. Zum Beispiel, dass die Kinder ihren wahren Namen erst von jemand anderem erfahren. Aber dann schaut man mal aufs Erscheinungsdatum und stellt fest, es ist genau andersrum. Wahrscheinlich war dieses Buch auf ein Meilenstein der Fantasyliteratur. Es erschien nämlich 1968.



Das Buch ist sehr gut geschrieben und der Anfang ist genau richtig für den Einstieg. Ich würde sogar sagen, das Alter des Buches ist nicht herauszulesen, so zeitlos ist es geschrieben.



Neben einer tollen Geschichte mit schönen Schauplätzen, gibt es auch sympathische (oder eben auch nicht) Charaktere – meiner Meinung nach leider sehr wenige!



Normalerweise ist es bei einem ersten Band einer Reihe immer so, dass man am Anfang überladen wird mit Charakteren, Bräuchen und Ortsnamen. Das ist hier definitiv nicht der Fall. Alles ist überschaubar und wir begleiten wirklich den Magier Ged die meiste Zeit alleine.



Was mir auffiel, eine Szene scheint sich immer wieder zu wiederholen. „Er baute ein Boot“. Nach dem 2mal war es schon irgendwie seltsam, aber er baut wirklich ständig ein Boot. Gut, wenns ihm Spaß macht!



Ich für meinen Teil werde auf jeden Fall weiterlesen. Der erste Band ist in sich komplett abgeschlossen, aber die anderen Bände sind nunmal da und es wäre schade, ihnen keine Chance zu geben. Noch dazu, weil jeder meint, nur der erste Teil wäre gut.

Übrigens wurde das ganze auch von Studio Ghibli in die Kinos gebracht, unter dem Titel "Die Chroniken von Erdsee"





=[ Fazit ]=



Ein sehr guter und sehr alter Fantasyroman. Ein Klassiker, den Fans von Magie auf jedenfall mal lesen sollten.



=[ Wertung ]=


[ ♥♥♥♥ von 5 ]



Sonntag, 27. August 2017

Rezension: Die Gabe der Könige

Die Gabe der Könige 

                                                           von Robin Hobb




=[ Harte Fakten ]=

- Penhaligon 2017
- Taschenbuch 15,00 Euro
- 608 Seiten

=[ Worum geht's denn eigentlich ]=

Als Bastard eines Prinzen wird Fitz an den Hof geholt. Er sieht seinem Vater sehr ähnlich und erntet meist Missgunst. Er wird Burrich zugewiesen, einem Hundezüchter, und Fitz freundet sich schnell mit den Tieren kann. Doch er hat noch eine andere Gabe, für die er große Opfer bringen muss und ist schneller in die höfischen Intrigen verstrickt, als ihm lieb ist.

=[ Meine Meinung ]=

WOW Was für ein Buch!

Eins vorab: Das Buch ist nicht neu. Es ist vorher unter anderen Namen bei anderen Verlagen erschienen (zum Beispiel als "Der Weitseher" bei Heyne) und hat durchaus schon ein paar Jährchen auf dem Buchkel. Erstmals erschien es 1995! 

Aber das macht es nicht schlechter. Im Gegenteil. Durch die heutige Flut an Fantasyromanen hat man das Gefühl, immer und immer das Gleiche zu lesen, vor allem seitdem "Game of Throns" so berühmt wurde und jetzt jeder Autor versucht "ein Meisterwerk epischen Ausmaßes" zu schaffen. Und dann kommt "Die Gabe der Könige" daher, ist 22 Jahre alt und steckt so manches Fantasybuch im Vorbeigehen in die Tasche.


Das Cover ist recht schlicht gehalten, verrät nicht all zu viel über den Inhalt. 

Es vereint viele Dinge, deshalb ist es wirklich so gut: Liebe, ohne schnulzig zu werden, Macht, die einen verzweifeln lässt und Intrigen, ohne hochpolitisch zu sein. 

Von Anfang an war ich mit Fitz verschmolzen, habe mit ihm gelitten und es ist sogar etwas passier, was mir noch nie passierst ist: ich habe zweimal geweint beim Lesen. 




Emotional hat mich dieses Meisterwerk (ja, das Wort ist wirklich angebracht) mehr als abgeholt und ich war wirklich bewegt. Das war eine Glanzleistung der Autorin!

Wir begleiten den Jungen Fitz, der eigentlich nicht einmal einen Namen hat und verfolgen seine Kindheit, wir sehen ihn quasi aufwachsen, reifen. Er musst viel durchmachen und hat nicht viel zu lachen, als Bastard eines Prinzen. Sofort ist der Leser derart nah an Fitz uns seiner Geschichte dran, dass er gar nicht anders kann als mitzufühlen. 

Alles wirkt durchdacht, die Figuren sind einprägsam und entwickeln sich gut. Es wird viel erzählt, aber es wirkt nie aufgesetzt oder erzwungen. Die Dinge geschehen einfach und wir schauen dem armen Jungen über die Schulter. 


Dabei kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Es war mir eine große Freude dieses Buch zu lesen und ich habe es auch überall mit mir herum getragen (und es ist nicht gerade dünn). Ich für meinen Teil kann jedem Fantasy-Fan dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen - ihr werdet es nicht bereuen.

Ihr werdet lachen und weinen aber vor allem dieses Buch nicht mehr weglegen!


=[ Fazit ]=

Absolutes MUST READ für Fantasyfans. Ja, in Großbuchstaben - MUST READ

=[ Wertung: ♥♥♥♥♥ 5 von 5 ]=

Samstag, 19. August 2017

Rezi: Requia von Olivia Mae

Requia: Heimkehr

                                                        von Olivia Mae






=[ Harte Fakten ]=
  • self published 2017
  • 424 Seiten
  • Taschenbuch 12,90 Euro
  • Hardcover 19,90 Euro
  • Ebook 4,99 Euro
  • http://www.requiaonline.com/de/shop/requia-heimkehr/

=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Wir begleiten hier gleich mehrere Protagonisten auf zwei Planeten, zum einen ist da das Mädchen Yana, das mit seiner Mutter auf der Erde lebt. Als ihr Vater plötzlich auftaucht stellt sich heraus, dass sie auf dem Planeten Aurelis ihre Bestimmung zu erfüllen hat. Auf Aurelis ist da Asch, der bald Fahir der Ruu wird, Korand, der der Stadtwache angehört und die Heilerin Madras. Sogar der Königssohn des Wasservolkes Quar und dessen Leibwächterin Aire liefern einen Handlungsstrang.




=[ Meine Meinung ]=



Endlich durfte auch ich „Requia“ lesen und ich habe das Buch verschlungen, vielleicht sogar zu schnell. Das Cover ist schön auffällig und der Klappentext macht Lust auf mehr, ohne auch nur irgendetwas zu verraten.


Oft finden sich an den Kapitelanfängen Artworks der Protagonisten, was wirklich sehr schön ist, weil auch die Artworks so hochwertig sind.

Wir folgen abwechselnd insgesamt 5 Erzählsträngen, teilweise mit schlimmem Cliffhangern, dass man laut fluchten will! Vor allem Aire und Quar's Geschichte hat Emotionen geweckt und mich zur Weißglut gebracht. Ich konnte kaum erwarten, dass dieser Strang wieder dran kam.

Aber alle sind spannend und schlüssig und ich bin sehr gespannt, wo sie alle hinführen.
Von allem ist etwas dabei, Liebe, Freundschaft, Hass, Verzweiflung, Emotionen werden gut transportiert und auch bekommt man einen guten Einblick in das Gefühlsleben der Figuren.


Schnell wird klar, hier hat sich jemand Gedanken gemacht und ein riesen Universum erschaffen. Das alles verständlich unter einen Hut zu kriegen, wird sicher keine leichte Aufgabe.



Die Szene mit Yana, Marius und Max fand ich etwas störend, weil sie für mich irgendwie keinen Sinn ergab.


Auch habe ich lange nachgedacht, ob ich die Szene mit der Loveparade gut heißen soll... ich glaube es wäre besser gewesen, einfach etwas ähnliches zu erfinden, oder den Namen zu ändern. Vielleicht hätte man besser ein >insertnamehere< Festival draus gemacht, aber die Loveparade fand ich leider etwas unpassend. 

Requia ist jedenfalls noch viel mehr, als hier vor uns liegt, Band 1 hat sicherlich erst an der Oberfläche gekratzt und ich kann es kaum erwarten, tiefer einzudringen, die Geschichte und Charaktere zu begleiten.




Das Buch ist leider etwas schwer, aber dafür ziehe ich wie immer kein Herzchen ab.




Am Ende ist ein riesiges Glossar, der wirklich (fast) keine Fragen offen lässt und ungemein weiterhilft! Super gemacht, Olivia! Ohne die Artworks wäre ich glaube ich nicht so gut zurecht gekommen, mit den Namen. Es sind wirklich viele und sie sind wirklich außergewöhnlich. Gerade bei mehreren, wechselnden Strängen tute ich mir persönlich immer schwer, dann sofort auf andere Charaktere umzuschalten, die der Autor natürlich seit Jahren kennt, ich als Leser aber erst seit 5 Seiten.

Da die Artworks wohl zuerst da waren und für den geübten Rollenspieler offensichtlich verschiedene Professionen oder Klassen darstellen, fände ich es spannend zu wissen, ob die Autorin die Figuren erst designed und sie den Artworks angepasst hat, oder umgekehrt.



Die Hompepage von Requia ist übrigens ein richtiges Highlight!! 





Da solltet ihr unbedingt mal reinschauen! Auch toll: Im Shop kann man die Charakter Artworks bestellen und die sind so toll – wer will sie nicht an der Wand haben??




Ich kann Fans von vielen Charakteren und einer großen Lore dieses Buch jedenfalls nur empfehlen und freue mich schon auf die Fortsetzung!





=[ Fazit ]=


Schöne Fantasy Geschichte(n) mit guten Ideen und starken Charakteren!

=[ Wertung: ♥♥♥♥♥ 5 von 5 ]=

Mittwoch, 9. August 2017

Rezi: Die Elementarsturmchroniken

Die Elementarsturmchroniken 1+2

                                                                     von Kieran McLeod






=[ Harte Fakten ]=

Teil 1: Das Druidentor
  • 0,99 Euro
  • 131 Seiten
  • ebook oder Taschenbuch (4,99 Euro)

Teil 2: Die Zitadelle
  • 1,99 Euro
  • 116 Seiten
  • ebook oder Taschenbuch (4,99 Euro)





=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Wales, 1327. Der Burgherr Walter kann sich in letzter Sekunde aus der Burg Caerphilly Castle retten, bevor diese einem Überfall zum Opfer fällt. Zuvor hatte er Frau und Sohn aus der Burg geschleust, die denken, dass er tot ist. Walter findet Unterschlupf bei Bauern und flüchtet mit deren Sohn weiter. Diesem gibt er ein geheimnisvolles Amulett mit der Bitte, dieses zu seiner Frau zu bringen.


=[ Meine Meinung ]=

Äh. Ich hatte mich was anderem gerechnet. Es war zu viel von allem. Zu viele Jahreszahlen, Ortsnamen, Namen und Story.

Nahezu jedes Kapitel spielt in einer anderen Zeit an einem anderen Ort und die Figuren werden nicht besonders geschickt einführt. Man hat oft kaum mehr als den Namen, der schon sehr verwirrend klingt und kann sich nicht wirklich mit den Charakteren identifizieren. Gleich am Anfang liest man einen Namen und versucht ihn sich einzuprägen, aber schon 2 Sätze später stirbt die Figur und man fragt sich, warum man dieser Figur dann überhaupt einen Namen gegeben hat.
Walter, seine Frau und der Bauernsohn sind auch alle ziemlich blass. Es hat mich bei den Charakteren nicht wirklich gepackt und keiner von ihnen konnte mich bis jetzt überzeugen.


Leider auch nicht in Teil 2. Dort begleiten wir zwei junge Männer, die sich unter anderem eine Verfolgungsjagd in Autos liefern. Dort heißt es, sie sollten runter von der Straße, und dann parken sie einfach irgendwo. Stellt sich die Frage, hätte man da nicht mehr machen müssen? Wenn mich einer mit einem Auto verfolgt, fallen mir tausend Dinge ein, aber nicht, einfach irgendwo an der Straße zu parken.



Die Kapitel sind so kurz, dass man kaum etwas erfährt, schon springen wir zu einer anderen Zeit und zu einem anderen Ort. Insgesamt wirkt das sehr wie ein Drehbuch. Der Leser merkt, der Autor hatte einen gewissen Ablauf im Sinn, vielleicht sogar Szenen, die dann zu anderen Szenen springen. Das funktioniert im Buch allerdings nicht. Dort muss man eben erzählen, was passiert ist. Und nicht, er ging ins Gasthaus. Er aß etwas, dann war er müde. Am nächsten Morgen stand er auf. Was fühlt er, was denkt er, wie sieht er überhaupt aus?
Es werden einfach Szenen abgehandelt, und das leider zu kurz. Das wäre Stoff für eine TV Serie, bei der die Szenen nur wenige Sekunden bzw. Minuten dauern und gleich wieder umschwenkt.



Eine weitere Erzählweise, die mir nicht so gefallen hat, ist das „versteckte Predigen“. Ein Mentor erklärt einem Protagonisten in einem scheinbaren Unterricht die Welt. Und damit tue ich mir immer sehr schwer. Der Autor möchte so dem Leser das Geschwafel über die geschichtlichen Hintergründe der Welt ersparen, in der die Geschichte spielt. Leider geht es meistens nach hinten los und lässt die Szene dann sehr aufgesetzt wirken. Wieso nicht einfach das Kapitel mit „Früher war...“ oder so beginnen? In großen Fantasy Universen führt nun mal selten ein Weg vorbei, an den Hintergründen. Aber das ist dem Leser natürlich durchaus bewusst und solange man nicht in jedem Satz mit Zahlen und Namen zugeballert wird, ist es auch kein Problem, mal ein Kapitel über die Vorgeschichte zu lesen.
Vielleicht gibt es Leser, die diesen Stil sogar mögen, dann kann ich das Werk hier nur empfehlen.



Viele Dinge erscheinen unlogisch, weil sie eben augenscheinlich nur erfunden wurden, um der Geschichte ein wenig Gefühl zu verleihen. Zum Beispiel ein Kind, das nach jemandem benannt wird, der aber nur wenige Seiten „ScreenTime“ mit dem Vater des Kindes verbracht hat.

Auch wenn es der Auftakt einer riesigen Reihe ist, die wohl auch interaktiv werden soll (was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann), war mir das alles zu viel: Zu viele Handlungsstränge, zu viele Zeitsprünge, zu schnell geschrieben. Im Gegensatz dazu, fehlen mir aber Informationen zu Dingen, die eigentlich ziemlich wichtig sind. Ich als Leser möchte nicht nach 20 Seiten 5 Zeitsprünge und 10 komplizierte aber sehr blasse Charaktere, die nicht einprägsam sind. Dazu kommt eine ohnehin schon verwirrende Story, die auf mehreren Zeitebenen zu spielen scheint.
Was man aber sagen muss, da Ebook ist wirklich günstig. Und wenn ihr das Fantasy Epos mal ausprobieren wollt, ist mit 1,99 Cent (bzw Teil 1 umsonst) jetzt wirklich nicht viel verloren.

Lieber Kieran, es tut mir echt leid. Aber mir hat es leider nicht gefallen.




Ich bin sicher, du findest viele Leser, gerade weil das System so innovativ ist. Zumindest ich habe noch nie von einem interaktiven Buch gehört. Die Elementarsturmchroniken werden mit Sicherheit ihre Fans finden und weitergehen – nur leider ohne mich.

=[ Fazit: ]=

Von allem etwas zu viel – zumindest für mich.





=[ Wertung: ♥♥ 2 von 5 ]=

Sonntag, 9. Juli 2017

Rezension: Die Magie der Namen

Die Magie der Namen

                                        von Nicole Gozdek






=[ Harte Fakten ]=
  • Piper Verlag 2017
  • Taschenbuch 9,99 €
  • 368 Seiten
  • ISBN: 978-3492281294

=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=




Dein Name macht dich zu dem, der du bist. Er entscheidet über deinen Beruf, deinen Charakter und letztendlich auch über deinen Stand in der Gesellschaft. Nummer 19 wünscht sich, ein großer Krieger, ein Polliander zu sein und ist dementsprechend aufgeregt, als es endlich zum Ritual der Namensfindung kommt. Doch während seine Freunde und die anderen Nummern alle ihren Namen erhalten und sich körperlich sofort anpassen, passiert bei ihm nicht viel. Alles was er weiß: Ab sofort heißt er Tirasan Passario. Niemand scheint den Namen zu kennen und so setzt Tirasan alles daran, herauszufinden, wer er ist.




=[ Meine Meinung ]=

Von diesem Buch habe ich mir schon letztes Jahr eine Leseprobe geholt, die mir total gefallen hat. Dennoch habe ich mir das Buch anschließend – unerklärlicherweise – nicht gekauft. *Asche auf mein Haupt*


Zum Glück konnte ich es aber bei einem Gewinnspiel ergattern und Zuhause hat es mir so aufdringlich angestarrt... da habe ich es innerhalb von 2 Nachmittagen durchgelesen! Es war viel zu schnell vorbei...

Versetzt euch in eine Welt, in der unser Name bestimmt, wer wir sind. 

Da ich selbst einen außergewöhnlichen Namen habe und als Kind auch das ein oder andere blaue Auge deshalb kassierte (Arnika nennt man auch „Engelskraut“ oder „Wolfskraut“ haha toal witzig ich lach mich tot U_U), war das Thema Namen für mich schon immer ein größeres Thema als gewollt. Während andere an Kindergeburtstagen Tassen mit ihrem Namen bekamen, bekam ich als Ersatz nur „Schütze“...traurig hm? Was sagt unser Name über uns? Und was wäre ich wohl in Tir's Welt geworden? Ich als Rebell hoffentlich ein Polliander!

Jedenfalls will ich damit sagen, sofort fiebert man mit und denkt über seinen eigenen Namen nach. Wir begleiten Nummer 19 zur Namensfinderin und werden Zeugen von – nichts! Denn es passiert, im Gegensatz zu den anderen Nummern, gar nichts! Tir ist immernoch schmächtig, klein und schwach. Nur eines scheint sich verändert zu haben: Endlich findet er ein paar Freunde. Rustan, der ein Polliander geworden und somit ein großer Krieger geworden ist, erklärt sich bereit, auf den etwas schwächeren Tirasan aufzupassen und weicht ihm seitdem nicht mehr von der Seite. Ich habe natürlich sofort erkannt, was da läuft (Ein Freimaurer erkennt einen Freimaurer und so) und war von Anfang an total begeistert. Das Thema MUSS zwingend öfter aufgegriffen werden, auch in Romanen. Auch ganz unterschwellig wie hier. Danke, Nicole!


Tirasan muss sich nun auf den Weg in die Hauptstadt Himmelstor machen, wo sich die Namensarchive befinden und seinen Namen bestätigen lassen. Dort kann er auch endlich Nachforschungen anstellen, um mehr über sich zu erfahren.
Neben Rus sind auch Nelia, eine Magierin, sowie Tir's ehemaliger Erzfeind Baro und sein Schwarm Allira mit von der Partie und begleiten Tir zu den Namensarchiven und müssen sich mit allerhand Widrigkeiten herumschlagen. Man erfährt immer mehr über die Namensmagie und die Welt und schon bald sind aus der zusammengewürfelten Gruppe gute Freunde geworden.

Endlich am Ziel ihrer Reise angekommen, stellt Tirasan allerdings fest, dass ihm nicht alle wohlgesonnen sind und sich hinter seinem Namen mehr verbirgt, als er sich je erträumte.

Eine wirklich tollte Geschichte, ich habe mich wirklich sehr gut aufgehoben und unterhalten gefühlt. Sonst hätte ich das Buch auch nicht sofort beendet. Nicole's Stil finde ich okay, es musst nicht immer á la Stephen King sein und jede Hautfalte beschrieben werden. Die Charaktere sind teilweise Stereotypen, aber man kann sich gut in sie einfühlen. Auch die Schwierigkeit, dass Tir's ehemaliger Feind nun einer seiner Freunde ist, wirkt glaubhaft. Im Gegensatz zu ein paar andere Rezensenten finde ich die Charaktere nicht zu blass. Als Auftakt einer Reihe passt alles ganz gut – bis auf das Ende.

Das hat mir nicht besonders gut gefallen – aber im Sinne von: Ich war entsetzt, was passiert ist und hoffe, dass das schnell wieder irgendwie in Ordnung kommt.


Da klar war, dass es weiter geht, ist aber wohl okay und ich habe mich entschieden, hier kein Herzchen dafür abzuziehen. Wäre ein One Shot gewesen, dann hätten aufgrund des Endes nicht nur ein Herzchen dran glauben müssen.

Liebe Nicole, ich hoffe sehr, dass es bald weitergeht und du das Ende nochmal richtig auflöst, bzw. aus der Geschichte von Tir und Rus noch einiges rauszuholen ist. ♥

Ich war begeistert und bin es eigentlich noch immer! Tolles Buch!

Mitte der Woche kommt hierzu noch ein "Ciri nervt Nicole Gozdek" :D♥




=[ Fazit ]=

Tolle Idee – bitte mehr!





=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=

Donnerstag, 8. Juni 2017

Ciri nervt Florian Kofler

Ciri nervt Florian Kofler

Hey meine liebe Leser! :D

Für euch gibt es heute ein Ciri nervt Interview mit dem unglaublich lieben Florian Kofler (Frida- Die Schlacht um Rii). Das Buch habe ich euch bereits vorgestellt und unten im Beitrag gibt es auch noch mal einen Link zu meiner Rezi. Florian ist ein wirklich sympatischer und netter Autor, für Kritik vollkommen offen und mit Herzblut dabei. Heute erfahrt ihr etwas mehr über ihn.





Servus, ich bin Florian Kofler!



Ich komme aus dem schönen Land Tirol, bin 1996 geboren und vom Beruf her Bürokaufmann bei Kofler-Dichtungen. 

Ich bin ein 1,72 kleiner Typ mit Brille und Flusen am Kinn, die vom Staate Österreich vermutlich nicht als Bart anerkennt werden. 
Wenn ich nicht gerade Schreibe, widme ich mich der Musik, dem Malen, dem Lesen, Computer-Spielen, Filme, Mittelalterfesten (Man findet ein Foto von mir im aktuellen Battlemerchant-Kalender!) oder verbringe Zeit am See.


Mit meinem Erstlingswerk „Frida – Die Schlacht um Rii“ habe ich den Schritt zum veröffentlichten Autor geschafft und freue mich jetzt auf die Fragen unserer reizenden Ciri hier.





Uuuund wir starten mit dem Interview - wie ihr wisst, geht's bei mir ja immer direkt los! :D


Ciri: Deine schönste Kindheitserinnerung?

Florian: Bei uns in Tirol gibt es etwas, das nennt sich „Brenner-Saftl“. Das sind Marillen- und Birnensäfte in ganz kleinen Glasflaschen, die man an der Grenze zu Italien, also am Brenner (Daher der Name), kaufen kann. Als mein Ur-Opa noch lebte, ist er immer mit mir und meinem Bruder runter in den Keller gegangen und hat uns jeweils ein kleines Fläschchen Saft gegeben. Ich weiß noch, dass es für mich das größte Highlight war, wenn wir zur „Urlioma“ und zum „Urliopa“ gefahren sind, und ich dann diesen Saft bekommen habe. Das ist so ziemlich meine schönste Kindheitserinnerung.

Ciri: Was war dein schlimmster Albtraum?


Florian: Ich hatte seit meiner Kindheit keine Albträume mehr. Der einzige Albtraum an den ich mich erinnern kann, war folgender:

Wir waren mit meiner Volksschulklasse zelten. Wir hören seltsame Geräusche, ich leuchte auf die orangene Zeltwand und ein schwarzes Gebiss mir spitzen Zähnen rast auf mich zu …
Ich habe mich sehr erschrocken und bin mit Tränen aufgewacht. Frag mich nicht wieso.





Ciri: Warst du ein guter Schüler? Was war dein schlechtestes Fach, und welches das Beste?


Florian: Gut ist relativ. Ich war der Klassenclown, die Lehrer und ich führten eine Hass/Liebe Beziehung. Jeder Lehrer hat mir am Ende der Schule gesagt „Florian, ich hatte nie einen Schüler wie dich“ Sowohl positiv, als auch negativ.

Mein Schlechtestes Fach waren wohl Mathe und Deutsch, so seltsam das für einen Autor auch klingen mag. Ich mochte das Fach, doch das Fach mich nicht.

Meine Besten Fächer waren dafür alle Künstlerischen Fächer und Englisch.




Ciri: Triffst du Entscheidungen eher mit dem Kopf oder dem Bauch?

Florian: Ich bin Logiker, ich entscheide mit dem Kopf. Ich wäge ab was am logischsten ist und was am besten zu mir passt.
Außer Essen. Essen entscheidet mein Bauch in ungebremsten Verlangen.




Ciri: Was sind die Eigenschaften des Partners, die dir in einer Beziehung wichtig sind?

Florian: Vertrauen. Ich muss auf meine Partnerin vertrauen können egal um was es geht. Ich muss vertrauen können, dass sie versteht wie ich etwas meine, egal wie es klingt. Vertrauen, dass sie da ist, wenn ich sie brauche, so wie ich da bin, wenn sie mich braucht. Vertrauen, dass sie nie vergisst, dass ich sie endlos liebe.

Ciri: Machst du lieber Cluburlaub oder Abenteuer Urlaub?

Florian: Ich mag beides. Ich kann ebenso den ganzen Tag am Strand liegen, wie ich auch mit dem Wohnmobil durch Großbritannien fahren. Allerdings finde ich momentan Abenteuer interessanter. Nächstes Jahr fahre ich zum Beispiel vielleicht mit dem Boot durch Irland.

Ciri: Wenn du nur einen Gegenstand behalten dürftest, was wäre es?

Florian: Meinen Computer. Ist Situationsbedingt würde ich sagen.

Ciri: Warst du in der Schule beliebt? Wurdest du gehänselt?

Florian: In der Schule war ich nicht sonderlich beliebt. Ich wurde gehänselt und verarscht. Einer hat sich sogar einmal darüber witzig gemacht, dass meine Katze gestorben ist. Ein anderes Mal hatten sie meine Schuhe weggeworfen. Wir waren auf Klassenfahrt in Wien, ich musste Barfuß durch die U-Bahn. Ich hatte zwar meine Freunde, sonderlich beliebt war ich leider wirklich nicht. Alles in Allem fällt es mir daher mittlerweile sehr schwer anderen zu Vertrauen und ich fühle mich auch sehr unwohl bei Menschen, die ich nicht kenne.

Ciri: Was würdest du deinem 13-jährigen Ich mit auf den Weg geben?

Florian: Mach nichts anders. Sei wie du bist.
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Und natürlich die Lottozahlen von Euromillionen.

Ciri: Bist du Tattoowiert?

Florian: Nein, weil reine Haut reinhaut. 

Scherz beiseite, Tattoos sind nichts für mich. Es gäbe kein Motiv, welches ich für Immer auf der Haut haben möchte.


Ciri: Was war dein schönstes Weihnachtsgeschenk?

Florian: In Kinderaugen: Die Nintendo-Wii (An dem Weihnachten hatten mich meine Eltern übelst Veralbert und mir zuerst ein Spongebob-Puzzle und ein seltsames Kartenspiel geschenkt)
Aus Erwachsener Sicht: Ein Kalender mit Bildern von mir und meiner Freundin, den sie gemacht hat.

Ciri: Vielen Dank für deine ehrlichen und vor allem witzigen Antworten :D Vor allem die mit dem Uropa ist ja total toll!!♥




Florian's Debutroman "Frida - Die Schlacht um Rii" durfte ich schon lesen und meine Meinung dazu findet ihr hier in der Rezension. Schaut doch mal auf Florians Autorenseite auf Facebook vorbei, ich denke er freut sich über jeden Besuch :)