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Freitag, 2. Juni 2017

Rezension: Rebellion

Rebellion
                                         von Michael J. Sullivan




"Sie hat keine Ahnung, was sie erwartet. Sie hält alles für ein großes Fest, aber das wird nicht lange so bleiben." - Persephone 


=[ Harte Fakten ]=
  • Knaur 2017
  • 528 Seiten
  • 9,99 €
  • ISBN: 978-3426520338





=[ Um was geht’s denn eigentlich ?]=





Als vor seinen Augen sein Vater von einem Fhrey getötet wird, brennen bei Raithe die Sicherungen durch und er wehrt sich gegen den Angriff des Gottes. Mehr noch, er tötet ihn tatsächlich und beschwört einen Krieg herauf, der so nie zu erwarten war. Schon immer hatten sich die Fhrey den Menschen überlegen gefühlt, die sie wie Gesindel behandeln und die in schlichten Dörfern leben. Doch nun hat Raithe bewiesen, dass die Götter alles andere als unsterblich sind – und das spricht sich schnell herum.





=[ Meine Meinung ]=



Also eigentlich bin ich kein "Cover-Käufer" in dem Sinne. aber die Bücher mit schönen Covern, nehme ich nun mal zu erst in die Hand. Und das hier gefällt mir echt super gut, genau nach meinem Geschmack! Beim Lesen ist der Buchrücken nicht gebrochen (eine meiner Neurosen... der MUSS ganz bleiben!) und trotz der beachtlichen Seitenanzahl ist das Buch leicht. UND es riecht gut! ♥ Eine Angewohnheit von mir, die ich nie wieder loswerde...die Seiten schnell durchblättern und schnuppern! XD Knaur hat mir mitgeteilt, dass darauf sogar bei der Herstellung geachtet wird. Das finde ich super! :D


Nun...es ist offen gesagt nicht ganz so das, was ich erwartet hatte. Aber es ging sehr gut los. Der Umgang zwischen Raithe und Malcolm war sehr witzig nur leider gehen die beiden im Laufe der Story etwas unter und werden sporadisch erwähnt.

Eigentliche Hauptakteure sind Persephone und das Mädchen Suri. Von denen hab ich in der Inhaltsangabe nichts geschrieben. Aber die beiden treffen auf die zwei jungen Männer.
Als Raithe und Malcolm den Frauen Persephone und Suri das Leben retten, dachte ich, das geht nochmal in eine andere Richtung. Aber schnell wird klar, dass wir eigentlich mehr die zwei Frauen begleiten und der Gottestöter und sein Gefolgsmann nur noch nebensächlich sind. Eine Menge Figuren, Namen und Bezeichnungen werden hier eingeführt, aber das Glossar am Ende verschafft Überblick. Ich selbst habe während des Lesens einen Namen verwechselt und war echt lange echt verwirrt...bis es mir dann auffiel XD

Wir erfahren mehr über das Dorf Dahl Rhen, in dem die Frauen leben und das Persephone einst geleitet hat. Suri ist eine Seherin und immer mit ihrem weißen Wolf Minna unterwegs. Es werden auch ein paar private Schicksale aufgerollt und viele Charaktere beleuchtet.
Bisher habe ich noch kein Buch von Michael Sullivan gelesen, aber es handelt sich hier offenbar um eine Geschichte, die ein paar tausend Jahre vor einer anderen Romanreihe von ihm spielt. Aber das muss man nicht wissen, es hat mich nicht beeinflusst.
Das System von den „Göttern“ (Fhrey) und Menschen (Rhunen) ist gut durchdacht und alles ist plausibel erklärt. Zwischen Raithe und Malcolm entstehen auch immer mal wieder ein paar witzige Momente, davon könnte es ruhig mehr geben.

Man merkt auf jeden Fall, dass es der Anfang einer größeren Reihe ist, doch auch hier passiert schon ziemlich viel.

Der Tod eines Gottes, die Flucht von Raithe und Malcolm, das seltsame Mädchen Suri und dann geht’s schnurstracks weiter. Teilweise ist es etwas vorhersehbar. Immer mal wieder springt die Perspektive zu einem anderen Charakter.

Die Stellung der Götter wird meiner Meinung nach auch noch nicht so wirklich klar und generell empfand ich das Ende jetzt nicht als übelsten Cliffhanger.



Dennoch war alles sehr unterhaltsam zu lesen, auch wenn ich was anderes erwartet hatte. Ich dachte einfach, das Hauptaugenmerk würde auf Raithe und Malcolm liegen. Aber wer kann die kleine Suri und Wolf Minna nicht ins Herz schließen?



Was mir noch sehr gut gefallen hat, ist der behinderte Dorfbewohner Gifford.♥ Er stach sofort hervor und kann vom Leser eigentlich auch nur gemocht werden. 

Überhaupt muss ich noch schreiben, dass Emotionen in diesem Buch durchaus sehr stark vorhanden sind, und das sogar, ohne kitschig zu werden. Ich werde es auf jeden Fall weiter verfolgen, denn ich möchte wissen, wie es weitergeht.






Leider kommt der nächste Band kommt erst nächstes Jahr im März!






=[ Fazit ]=

Anders als erwartet, aber trotzdem sehr gut! Für Fantasy-Fans auf jeden Fall zu empfehlen!






=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ 4 von 5 ]=

Montag, 3. April 2017

Rezension: Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz

Des Teufels Gebetbuch
                                            von Markus Heitz





=[ Harte Fakten ]=
  • Knaur 2017 - 16,99 €
  • 672 Seiten
  • ISBN: 978-3426654194


=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=


Der Casinomitarbeiter Tadeus Boch findet sich plötzlich in einem Strudel der Ereignisse wieder, die sein Leben für immer verändern. Durch Zufall gelangt er an eine alte deutsche Spielkarte, die eine merkwürdige Anziehung auf ihn ausübt. Als er die Karte entwendet bekommt, setzt er alles daran, sie zurück zu holen. Die hübsche Hyun ist möchte herausfinden, wie ihr Verlobter plötzlich zu Tode kam. Hat die geheimnisvolle Karte etwas damit zu tun? Die Beiden sind letztlich nicht die einzigen, die hinter der Karte her sind und ihrem Geheimnis auf die Spur kommen wollen.

=[ Meine Meinung ]=


Dieses Cover... es sieht nicht nur wahnsinnig toll aus, es fasst sich auch noch wahnsinnig toll an! Ich liebe das Blut, das herunter läuft. In das Cover habe ich mich total verliebt, deshalb musste das Buch dann auch her. Und es ist ein gutes Buch. Es ist unterhaltsam, aber auch stellenweise sehr brutal und blutig. Rasant geht es los und man ist wirklich gespannt, wo das alles endet.

In der Mitte hatte ich teilweise wirklich Schwierigkeiten dran zu bleiben. Es zieht sich etwas, neue Personen neue Perspektiven und viel hin und her. Das Empfand ich persönlich eher als störend und als Aufschub, keiner wusste so recht wo die Reise hinführt. Es wurde dann auch leider nicht mehr viel besser.

Mir gefallen die Zitate an den Kapitelanfängen sehr. Auffallend ist die sehr gute Recherche. Hier hat jemand sich wirklich die Mühe gemacht und sich durch die Anfänge des Kartendrucks gewühlt.

Aber es gibt auch Dinge, die mir nicht so sehr gefallen haben. Ich tue mir sehr schwer mit historischen Persönlichkeiten – in diesem Fall der junge Goethe und der Teufelspudel. Ja...ich weiß auch nicht, für mich war es einfach too much und ich finde es ist dem Autor nicht ganz so gut gelungen, das so einzufangen. Es wirkt einfach künstlich hineingepresst, vielleicht um Diskussionsbedarf zu schaffen. 

Was auch etwas gekünstelt wirkt ist die wiederkehrende Erwähnung „Des Teufels Gebetbuch“. Auch wenn diese Bezeichnung belegt ist, sie wird irgendwie an der falschen Stelle eingesetzt. Oft wird sie nicht benutzt, aber die paar Mal fallen auf, weil sie eben gekünstelt wirken, als würde man die Bezeichnung auf Biegen und Brechen in den Kopf des Lesers drücken wollen.

Die Rückblenden in die Vergangenheit fand ich sehr gut, bis auf die Szenen mit Goethe und ich hätte gerne auch mehr davon gehabt, vielleicht über das Buch verteilt.




Dennoch bleibt ein gutes und unterhaltsames, wenn auch stellenweise sehr brutales Buch. 

Ganz meine Erwartungen hat es nicht erfüllt, ich hätte mir ein bisschen mehr Grusel gewünscht. Aber ich bin froh, es gelesen zu haben.



=[ Fazit ]=


Eine spannende Jagd mit mehr Peng-Peng als erwartet.






=[ Wertung ♥ ♥ ♥ 3,5 von 5 ]=