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Montag, 8. Mai 2017

Rezension: Vakuumsprung

Vakuumsprung
                                           von Jens Artschwager







=[ Harte Fakten ]=
  • self published 2017
  • 9,99 € Taschenbuch
  • 292 Seiten
=[ Worum geht's denn eigentlich? ]=

Der Junge Ered erfährt, dass ein totgeglaubter Vater ziemlich lebendig ist und macht sich sofort auf die Reise zu ihm. Doch als er ihn etwas besser kennenlernt, muss er sich eingestehen, dass er nicht der Ritter in der strahlenden Rüstung ist, sondern ein paar dunkle Geheimnisse hat, die es zu lüften gilt.




=[ Meine Meinung ]=

Es fing so gut an... und ging leider nicht so gut weiter.

Ein 14-jähriger Junge, der erfährt, dass alles bisher eine Lüge war! Sein Vater ist gar nicht tot, seine Mutter hatte ihn jahrelang belogen. Er macht sich auf die Reise zur Interstellaren, um seinen Vater zu finden...

Ja es klingt spannend. Spannender wäre es gewesen, hätte man nicht schon vom Klappentext erfahren, dass er seinen Vater sofort findet, aber das ist denke ich Geschmackssache.

Das erste Kapitel fand ich gut, wobei auch einige Szenen übertrieben in die Länge gezogen wirkten. Die Figuren verhalten sich leider hier schon etwas unlogisch. Alles wird streng überwacht, man darf erst ab 16 Jahren alleine reisen, sonst in Begleitung und Ered hat keine Begleitung dabei. Trotzdem kommt er mit fadenscheiniger Aussage irgendwie durch, obwohl er total zerlumpt aussieht... ich glaube, das hätte man anders lösen können.

Auch verhält sich Hauptfigur Eren wie alles andere als 14 Jahre. Zigaretten rauchen ist für ihn scheinbar Alltag und auch einige andere Handlungen sind nicht ganz nachvollziehbar. Er hätte einfach ein paar Jahre älter sein müssen, was aber wahrscheinlich schwierig war, denn als 14-Jähriger reagiert man emotionaler.

Was sofort auffällt, es ist quasi nie von Ered's Vater die Rede sondern nur von „Pa“ und das irritierte mich zunehmends. Irgendwann bekommt man den Eindruck, die Person hieße Pa, dabei handelt es sich um das Kosewort für Papa, was mir bis jetzt nur in der direkten Anrede bekannt war. Ered's Vater hat einen Namen und ich glaube es wäre besser gewesen und hätte ihm mehr Tiefe verliehen, hätte der Autor diesen mehr benutzt.

Teilweise musste ich mich zum Weiterlesen antreiben, weil viele Stellen sehr langatmig sind und man das Gefühl hat, sie sind als Lückenfüller eingefügt. Mit dem Charakter Vanja konnte ich nicht viel anfangen, da waren einfach für mich zu viele Zufälle im Spiel und mit ihr konnte ich nicht sympathisieren. Einen wirklichen Lieblingschara habe ich demnach leider nicht gehabt, weil ich keinen Charakter richtig „abkaufen“ konnte, außer Ered's Freund Coff am Anfang.

Des Weiteren sind einige Schreib- und Grammatikfehler vorhanden: Diese Fehler fielen mir leider zuerst auf. Schon auf der Rückseite im ersten Satz des Klappentextes, eigentlich in der Überschrift steht „Fusstapfen“. Dabei wurde das Wort im Buch immer richtig geschrieben. 
Mir macht das nicht viel, aber der ein oder andere Leser mag sich vielleicht abgeschreckt fühlen, wenn er das Buch umdreht und in den ersten 5 Wörtern schon so ein Fehler ist.


Ein paar weitere Fehler haben sich auch im Buch eingeschlichen, welche, die hätten vermieden werden können. Also keine Setzfehler in dem Sinne, sondern Rechtschreib- und Grammatikfehler. „Das Takt des Ratterns war langsamer geworden“ (S. 41) , ist ein Beispiel oder es sollte wohl ein Satz entfernt werden:

„Doch dann verließ öffnete der die Hände.
Der Mut hatte ihn verlassen.“ - Seite 10

Wie gesagt, mir macht das nicht viel aus, ich sage es nur den Autoren, damit sie es für die nächste Auflage ändern können, weil es einfach schade ist.



Zuletzt bleibt mir zu sagen, dass der Autor, Jens Artschwager unheimlich sympathisch rüber kommt und man das Bedürfnis hat, mit ihm ein Bierchen zu trinken. Er macht wirklich einen tollen Eindruck und es tut mir wahnsinnig leid, dass mir sein Erstlingswerk jetzt nicht so sehr gefallen hat.


Ich hoffe, ich konnte ihm mit meiner Rezi ein Feedback geben und möchte mich auf diesem Wege nochmal bei ihm bedanken. :)





=[ Fazit ]=

Ganz „okayer“ Science-Fiction Roman.








=[ Wertung: ♥♥ von 5 ]=

Freitag, 28. April 2017

Rezension: Heliosphere 2265 Hörspiel Teil 8: Getrennte Wege

Heliosphere 2265 das Hörspiel
Teil 8: Getrennte Wege
                                                             von Andreas Suchanek






=[ Harte Fakten ]=

- Greenlight Press - März 2017
- Audio CD 7,99 € / MP3 Download 5,99 €
- Laufzeit ca. 65 Minuten



=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=


Die Crew der Hyperion muss sich zusammenreißen. Um das Vertrauen untereinander zu stärken, verlangt Captain Jayden Cross von jedem Mitglied, ein Geheimnis zu offenbaren. Kurz darauf stehen zwei gefährliche Missionen an: Cross und Alpha machen sich auf nach Cassiopaia um ein Gegenmittel gegen den Killerchip ausfindig zu machen und Akoskin und Kensington sind auf der Suche nach einem Verräter. Am Anfang geht alles glatt, doch dann werden Cross und Alpha erwischt und es wird wieder eng.


=[ Meine Meinung ]=


♥Jayden Cross♥ *Fangirlmodus aus*
Ich kann gar nicht sagen, warum ich so Fan von Captain Cross bin – ich bin es einfach!

Teil 8 war auch wieder ein super Hörspiel. Man muss einfach mal betonen, dass es sich hier um ein Hörspiel handelt, es wird nichts erzählt. Jaa, genauso ein Hörspiel wie aus unseren Kindertagen. 
Das macht es natürlich sehr viel schwieriger, Emotionen rüber zu bringen, da die Sprecher nur auf ihre Stimme setzen können. Und hier sind Hochkaräter am Werk, z.B. Tobias Kluckert als Akoskin (bekannt z.B. als Castle) oder Wanja Gerick als Jayden Cross (Sam Winchester aus Supernatural)!

Die Sprecher machen ihre Sachen sehr gut, die Stimmen wurden super ausgewählt und selten wirkt etwas aufsetzt.

Das Booklet ist wirklich super, ich freue mich immer, wenn sowas noch bei liegt. In der heutigen Zeit liegt meistens ja nur noch Werbung bei...

Einziger Kritikpunkt, der eigentlich keiner ist:

Die Abweichung vom Ebook. Die Story verläuft leicht anders, Charaktere handeln leicht anders, als die Leser es aus dem Ebook kennen. Aber hier muss man ganz klar sagen, dass man keine Äpfel mit Birnen vergleichen darf. Vieles aus den Büchern ist eben nicht umsetzbar, da eine Erzählstimme fehlt oder die Gefühle der Figuren eben nicht erklärt werden (wie im echten Leben omg!). Man kann sich nicht vorstellen, wie sie gerade da stehen, was sie gerade machen oder wie sie schauen. Gestik und Mimik gibt es in Hörspielen eben nicht, abgesehen von ein paar wenigen Soundeffekten.

Betrachtet man also das Ebook für sich, hat man hier eine wunderbare Sci-Fi Reihe vor sich (inklusive kitschiger Anfangsmusik) und kann mal für eine Stunde mit der Crew der Hyperion abtauchen. Ich höre die Hörspiele immer im Auto und freue mich jedes Mal darauf. Und ich hätte echt nicht gedacht, dass ich mal Anhängerin einer Space-Opera werde...

Ich kann die Hörspielreihe nur empfehlen, es handelt sich um eine sehr hochwertige Produktion. 


=[ Fazit ]=

Immer noch eine gelungene Sci-Fi Hörspielreihe!




=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=

Donnerstag, 6. April 2017

Rezension - Sternenreich: Kaiserkind #1 von Andreas Kohn

Sternenreich – Kaiserkind
                                                              von Andreas Kohn





=[ Harte Fakten ]=
  • Seitenzahl Printausgabe: 75

=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=




Die NOVALIT ist gerade auf dem Weg zu den äußeren Planeten als sie von einem fremden Schiff angegriffen wird. Die Angreifer haben es offensichtlich auf Finn abgesehen, der Fähnrich auf der Novalit ist. Achja und dann gibt es da noch diesen Zwerg!




=[ Meine Meinung ]=

Ein kurzer Auftakt einer Sci-Fi-Serie, der aber durchaus interessant ist. Das Cover ist sehr schön und auch die Printausgabe macht einen sehr guten Eindruck. Der Druck wurde vom Autor Andreas Kohn selbst in Auftrag gegeben. Was mich optisch ein bisschen stört, die Seitenzahl ist auf der Innenseite gedruckt und das macht es etwas umständlich, aber ansonsten gefällt mir das kleine Heftchen sehr gut.

Als ich auf Lovelybooks die Leserunde gesehen hatte, war ich sofort begeistert, hatte mich der liebe Herr Suchanek mit seiner Space Opera schon so abgeholt. So habe ich mich dann beworben und durfte „Kaiserkind“ lesen. 

Sofort findet man sich als Leser an Bord der Novalit wieder, auf übermäßiges Technik-Geschwafel wird weitgehend verzichtet (danke) und die Charaktere sind auch alle interessant und witzig gestaltet. (Lopold ♥)

Wie auch bei anderen Serienauftakten wird hier ein bisschen viel erklärt, das ist aber okay und verständlich. Deshalb schaue ich mir bei interessanten Serien auch immer nochmal den zweiten Teil näher an, der ist dann meistens etwa aussagekräftiger.




Im Grunde liegt hier ein solides Space-Abenteuer vor mir, mit viel Potenzial und ich wünsche Andreas Kohn, dass sein Werk bald Einzug in mehr Bücherregale erhält. 

Ich mag diese Heftchen sehr gerne (obwohl ich Perry Rhodan nicht gelesen habe) weil sie eben so handlich sind und man sie gut überall mit hinnehmen kann. Außerdem sind sie meist sehr kurzweilig. Dennoch finde ich es besser, wenn sie nicht – wie Perry Rhodan – so oft und zahlreich erscheinen. Das schreckt Leser unheimlich ab, aus finanziellen, sowie aus Plot-Gründen, der ja irgendwie doch gestreckt wird und man bei 300 Heften auch keinen Bock mehr hat einzusteigen, weil man so viel in kurzer Zeit gar nicht lesen kann, um jemals aktuell zu kommen oder dann auch zu bleiben.



Ich glaube in diesem Fall ist weniger mehr und ich wäre auf jeden Fall bei der nächsten Leserunde dabei ♥




=[ Fazit ]=

Kurzweiliger Auftakt eines Space-Abenteuers – mit Zwerg




=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ 4 von 5 ]=




Sonntag, 27. November 2016

Rezension - Heliosphere 2265 - Der Fraktal Zyklus von Andreas Suchanek

Heliosphere 2265 – Der Fraktal-Zyklus 3 – Kampf um Nova
                                                                                        von Andreas Suchanek



=[ Harte Fakten ]=

  • Greenlight Press 2016 
  • HardCover 19,90 Euro
  • 336 Seiten
  • ISBN: 978-3-95834-214-9

=[ Worum geht’s denn eigentlich ? ]=


Dieses Hardcover vereint die E-books 8-10 der Serie Heliosphere 2265 und es geht spannend weiter. Ich muss wohl nicht nochmal, erwähnen, dass man als neuer Leser besser bei Teil 1 beginnt? Jetzt hab ichs doch getan. ;P

Deshalb gibt’s jetzt eine seichte, wenig sagende Zusammenfassung! Lacht

Es ist immer schwierig eine Rezension über ein paar Bände einer Reihe zu schreiben. Worum geht es also, ohne jeden zu spoilern, ders noch nicht gelesen hat? 
Während der Instandsetzung der Hyperion begeben sich Captain Jayden Cross und Alpha 365 auf eine Mission, um eine Möglichkeit zu finden, die Killerchips zu deaktivieren. Lukas Akoskin und Tess Kensington sind derzeit zu einer Mission zur Nova-Station aufgebrochen. 
Admiral Pendergast und Jayden Cross starten schließlich einen Angriff auf die NOVA-Station.


Geheimnisse werden gelüftet, Identitäten geklärt, Freundschaften gefestigt und es wird vor allem wieder spannend.







=[ Meine Meinung ]=

Die Leseprobe zu Heliosphere hat mich neugierig gemacht und so habe ich mich an die Monster-Reihe gewagt. Es empfiehlt sich natürlich, von vorn anzufangen, und so habe ich zuerst die 7 E-Books verschlungen und mich dann im Zuge einer Leserunde an das dritte Hardcover mit den Bänden 8-10 gemacht.

Anfangs hatte ich etwas Angst vor „Technikgeschwafel“ und viel zu komplizierten Namen, aber das hält sich bei Heliosphere in Grenzen und steht nicht im Vordergrund. Im Vordergrund stehen nämlich die zahlreichen Charaktere. Allen voran – mein Lieblingscharakter – Captain Jayden Cross.

Der hat in diesem Band wieder alle Hände voll zu tun, auf der Mission mit Alpha läuft nämlich nicht alles wie erwartet. Doch das kann einen Captain nicht erschüttern....oder?

Die Vorgeschichte von Lukas Akoskin wird beleuchtet, was mir wirklich sehr gefällt. Einige Überraschungen halten diese drei Teile der Reihe auf jeden Fall bereit. Es hat mir wirklich gut gefallen. Die Spannung blieb aufrecht, man konnte einfach so durchs Buch spazieren und wollte nach jedem Teil wissen, wie es weitergeht.

Heliosphere 2265 ist für mich eine Entdeckung des Jahres 2016, die ich auf sicherlich weiter verfolgen werde. (Dabei lese ich sonst eigentlich fast kein Science-Fiction)
Es ist eine klassische Science-Fiction-Serie, die sehr gut zwischen Abenteuer und Technik ausgelotet ist. Mit dabei sind tolle Charaktere, eine spannende Handlung und politische und persönliche Intrigen.

Jayden und sein Team haben es geschafft, mich zu überzeugen.




=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=