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Montag, 29. April 2019

Rezi: Mord auf Selchester Castle

Mord auf Selchester Castle

von Elizabeth Edmondson



Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen.

[ Klappentext ]

England 1953: Während der Kalte Krieg die Welt in Atem hält, erwarten Geheimagent Hugo Hawksworth und die übrigen Bewohner von Selchester Castle gespannt die Ankunft des neuen Schlossherrn: Gus Mason, Sohn des verstorbenen Earls, ist ausgerechnet Amerikaner! Der neue Earl dachte, das englische Landleben würde ihn langweilen, doch dann bekommt er es nach seiner Ankunft mit wertvollen Gemälden dubioser Herkunft zu tun. Und kurz darauf wird im Gewächshaus des Schlosses eine Leiche entdeckt. Hugo hegt keinen Zweifel daran, dass die Ereignisse zusammenhängen, und geht auf Mörderjagd ... (Amazon) 

[ Meine Meinung]

Was für eine schwere Geburt. Es hat ewig gedauert, Zugang zu diesem Buch und der Geschichte zu finden.
Denn leider ist diese deutlich langweiliger als der erste Band der Reihe. Dabei ist die Grundidee spannend und ein paar tolle Szenen und Dialoge waren atmosphärisch super gelungen.
Obwohl es viele Andeutungen zu Band 1 gibt, kann man das Buch völlig unabhängig davon lesen.
Was soll ich sagen, es ist ein typischer britischer Krimi in Cristie Manier, nur halt eben nicht so gut. Die Plätschernde Story und ein sehr später Mord (mit zu offensichtlichen Hinweisen) lassen erst gar keine Fahrt oder Spannung aufkommen.
Auf dem Krimimarkt ist die Konkurrenz einfach zu groß. Es gibt zahlreiche Autoren, die es besser machen. Manchmal musste ich mich zum Lesen aufraffen. Ich würde fast sagen, die Autorin wollte zu viel, hat zu viel in einen Fall gequetscht, versuchte auch historische Fakten unterzubringen. Dadurch wird viel beschrieben und leider kommt es eher als Geschwafel rüber.
Wer britcrime mag, kann sich die Reihe schonmal ansehen, ich empfehle aber bei Teil 1 zu beginnen, der in meinen Augen auch der bessere ist.
Dieses Buch habe ich als Rezi-Exemplar vom Bloggerportal erhalten.

Sonntag, 19. November 2017

Kurzrezi: Ein MORDs-Team: Die Maske fällt (#18)

Kurzrezi: 

Ein MORDs-Team: Die Maske fällt (#18)


                                                                                                  von Andreas Suchanek




=[ Klappentext ]=

Mason, Olivia, Randy und Danielle wollen die Identität des Grafen endgültig aufklären. Ihre Recherche führt sie weit in die Vergangenheit. Stück für Stück kommen sie der Wahrheit näher. Doch als die Maske fällt, ist der Preis hoch.
Unterdessen steuert die Bürgermeisterwahl auf einen Höhepunkt zu. Und die Mächte im Schatten machen ihre finalen Züge.

=[  Meine Meinung ]=

Vor mir liegt der wohl meist erwartete Band der Reihe - denn in diesem wird endlich die Identität des Grafen aufgedeckt! Ähnliche Gefühle wie bei der Enthüllung der Schattenfrau (Erbe der Macht) machen sich breit, aber beim MORDs-Team hat man das Gefühl, es eigentlich besser zu wissen. Nach 17 Bänden Katz und Maus hätte man eigentlich darauf kommen können, bei wem es sich handelt, wenn der Name "Der Graf" fällt. Man ist es seinem Detektivherz irgendwie schuldig!

Dementsprechend aufgeregt war ich selbst! Schließlich habe ich als selbsternannte Hobbydetektivin gewisse Erwartungen an mich selbst! Und bei der Schattenfrau war ich zugegebenermaßen schon ziemlich ahnungslos im Dunklen getappt und habe bis zuletzt nichts geahnt.

Ich kann euch verraten, dieses Mal bin ich selbst darauf gekommen, aufgrund einer Trivialinformation in den früheren Bänden. (Aber auch nur, weil ich mir jeden Mist merken kann, nur nicht die Geburtstage von meinen engsten Freunden...)

Es war bis zum Ende spannend, unvorhersehbar und eine mehr als gelungene Enthüllung, die Andreas Suchanek da (wiedermal) zu Papier gebracht hat! Wo andere Autoren sich zuviel vornehmen oder bei dem Druck, eine perfekte Enthülllung zu schreiben, einknicken, zieht Andreas wie immer voll durch.

Ich freue mich auf die weiteren Bände und kann euch die Serie nach wie vor nur empfehlen. 

=[ Fazit ]=

Der Meister der Plottwists schlägt einmal mehr zu!

=[ Wertung: 5 von 5 ♥♥♥♥♥]=

Sonntag, 5. November 2017

Kurzrezension: Kommando Abstellgleis

Kurzrezi

Kommando Abstellgleis

                                                   von Sophie Hénaff



=[ Harte Fakten ]=

- carl's books
- 253 Seiten
- 14,99 €

=[ Um was geht's denn? - Klappentext ]=

Das Pariser Hauptkommissariat, 36 Quai des Orfèvres hat eine neue Leitung. Ihr Ziel heißt: die Aufklärungsraten und Statistiken polieren und alle lästigen, aufsässigen und arbeitsunwilligen Mitarbeiter loswerden. Deshalb ruft die Führungsriege eine neue Brigade ins Leben, in der alle Alkoholiker, Faulenzer, Schläger, Depressive und Polizisten, die sich für etwas anderes berufen fühlen - wie z.B. Eva Rozière, die Krimis schreibt, anstatt zu ermitteln -, zusammengefasst werden sollen. Die Leitung übergibt sie Anne Capestan, einer einst hoffnungsvollen jungen Polizistin, die wegen eines fatalen Fehlers vom Dienst suspendiert wurde. Was man von ihr erwartet: stillhalten. Anne hasst aber nichts mehr, als einfach zu gehorchen. Deshalb lässt sie nichts unversucht und baut mit ihrer Truppe der verkrachten Existenzen in einem schäbigen Büro bei miserabler technischer Ausstattung, ohne Waffen und Blaulicht ein Kommissariat der unkonventionellen Methoden auf und löst - zum Schrecken der neuen Chefs - auch noch alte Fälle, die die neue Führungsriege in gar keinem schönen Licht erscheinen lassen ... Ein origineller, schwungvoller, intelligenter Krimi - zum Schießen komisch!

=[ Meine Kurzmeinung ]=

Also ich sags mal so: Ich hatte was anderes erwartet.
Erwartet hatte ich - wie der Klappentext verspricht, ein Buch, das zum Schießen komisch ist.
Bekommen habe ich...einen Krimi der manchmal schmunzeln lässt - manchmal.

Der Fall an sich ist nicht schlecht, aber die Charaktere einfach irgendwie zu weit weg. Sie ermitteln noch in anderen Fällen und so wird man immer wieder herausgerissen und muss sich neu orientieren.

Die französischen Namen irritieren natürlich gewaltig. Durch meine bescheidenen Französischkenntnisse weiß ich diese auszusprechen und der Lesefluss wird nicht ganz so schlimm gestört, mein Problem war mehr, mir diese Namen zu merken. Es ist einfach alles etwas zu viel und das ist sehr schade. Ich denke mal, mit max. drei Charakteren hätte das Prinzip super funktioniert. Aber das Buch hat durchgehend gute Bewertungen, was ich jetzt nicht so ganz nachvollziehen kann. Da sieht man mal wieder, wie die Meinungen auseinander gehen.

Schlecht war's jetzt nicht. Aber gut ist auch anders.

=[ Wertung: 2 von 5 ]=

Mittwoch, 19. April 2017

Rezension: Ein MORDs-Team #16

Ein MORDS-Team #16: Aus dem Schatten
                                                                                                 von Andreas Suchanek



=[ Harte Fakten ]=
  • Greenlight Press 2017
  • Ebook
  • 2,49 €

=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=
Mason und seine Freunde machen sich auf den Weg nach Kanada, wo Danielle festgehalten wird. Doch sie sind nicht die einzigen, die sich in Haven Rock aufhalten, auch die 84er sind eingetroffen. Während Danielle verfolgt wird, steht es um ihre Mutter auch nicht besser. Jemand ist hinter ihr her und will ihr an den Kragen. Für die Freunde wird es wieder eng.


=[ Meine Meinung ]=
Ein sehr spannender Teil der Reihe, den ich – mal wieder – inhaliert habe. 
Teil 16 rutscht einfach so durch und es gibt wie immer ein auf und ab. Die Charaktere gefallen mir immer besser und ich finde auch den Umgang unter ihnen mittlerweile besser. Die Dialoge wirken nicht mehr so "jugendlich aufgesetzt".  

Sogar die weiße Dame hat ihren Auftritt diesmal und einige verworrene Familiengeheimnisse werden aufgedröselt. Ja doch, Band 16 hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich darauf, zu erfahren wie es weitergeht.
Das einzige Manko ist langsam, dass man bei den vielen Namen und den Beziehungen der Figuren untereinander wirklich durcheinander kommt. Ein Glossar ist hier glaube ich fast zu unübersichtlich. Vielleicht mal ich alles mal auf *lacht* Oder Andreas spendiert mal eine Grafik. 

Ich kann euch diese Serie nur immer wieder ans Herz legen, es macht so viel Spaß die Geheimnisse der 5. Dynastien aufzudecken und Mason, Olivia, Randy, Danielle und Vince dabei zu begleiten.

Und wer ist nicht gleich hin und weg von dem süßen Basset Socke?!

=[ Fazit ]=
Tolle Fortsetzung!

=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=

Mittwoch, 5. April 2017

Vergessene Bücher: Sherlock Holmes von Sir Arthur Conan Doyle

Sherlock Holmes 
                                     von Sir Arthur Conan Doyle

|||||||> Achtung - keine Rezi <||||||| 

=[ Worum geht's da noch gleich? ]=

Um den Meisterdetektiv Sherlock Holmes, der sich mit dem Arzt Dr. Watson Räumlichkeiten in der Baker Street 221 b  teilt. Mit seiner einzigartigen Auffassungsgabe und Deduktion löst er Fälle, die von Privatleuten an ihn herangetragen werden und unterstützt damit auch ab und an den etwas überforderten Lestrade von Scotland Yard. 

Sir Arthur Conan Doyle hat 4 Romane und 56 Kurzgeschichten, die man aber alle unabhängig von einander lesen kann.

Heute muss man kaum mehr jemandem erklären, wer Sherlock Holmes ist! Das hat den Vorteil: Man wird heute nicht mehr ausgelacht, wenn man Anhänger des Meisterdetektivs ist. Ich wurde das früher schon.

=[ Wie ich zum Detektiv kam ]=

Mit 10 Jahren viel mir ein Sherlock Holmes Buch in die Hände und ich war begeistert! Auch wenn ich die Namen seiner Klienten heute anders ausspreche *lach* Seine Methoden und der verblüffte Watson haben sich in mein Leben geschlichen - und sind geblieben.
Schnell mussten alle Geschichten herangekarrt werden aber in der Bibliothek meines Vaters wurde ich natürlich sofort fündig und durfte seine alten Exemplare behalten. Einige Geschichten habe ich dann auch nie wieder gelesen, nur eben das eine mal, als Kind.


Sir Arthur Conan Doyle und ich haben ziemlich das gleiche Problem: Manche Erzählungen wirken doppelt, weil der gute Doyle zum Schluss auch nicht mehr wusste, was schon alles dran war und was nicht. Und ich kann mich heute nicht mehr an alle Geschichten erinnern, weil ich auch nicht mehr weiß, was in welcher passiert. Einige Geschichten ähneln sich deshalb sehr stark. Aber das macht ja nichts.


Großer Vorteil für mich: Als Sherlock Holmes in einer Kurzgeschichte starb, wusste ich ja, dass es weitergeht. Schließlich waren die Geschichten ja schon 100 Jahre alt. Die Menschen damals aber, die geduldig auf die Erzählungen warten mussten...kaum auszudenken, was sie durchgestanden haben. 
Für Doyle war seine Erschaffung Segen und Fluch zu gleich und man kann es ihm nicht einmal verübeln. Ich bin dennoch froh, dass die Geschichten so zahlreich geworden sind, man findet immer wieder etwas neues und wenn man so ein Gedächtnis hat wie ich, ist der ein oder andere Fall auch völlig neu! XD

In meiner Sammlung jedenfalls befinden sich mehrere Ausgaben, die schönste ist wohl die hier abgebildete. Leider nicht illustriert, aber mit goldenen Seiten und in Leder gebunden. Das Ganze - of course - auf Englisch.  

In meinem Sherlock Regal, in dem sich ein Teil meiner Sammlung befindet, steht auch die grüne Ausgabe, mit schön gestalteten Covern, ansonsten aber relativ schmucklos. Die habe ich mir "verdient" als ich als Jugendliche dann immer noch Sherlock Fan war. 

=[ Meine Meinung ]=

Für mich sind die Romane und Kurzgeschichten ein Teil meines Lebens. Für Neuleser, die vielleicht erst mit BBC eingestiegen sind, sind sie zugegebenermaßen wahrscheinlich sehr trocken und langweilig. Als sie in "The Strand Magazine" erschienen, waren sie "the shit"! 

Die Kriminaltechnik war in den Kinderschuhen, Sherlocks Methoden waren also revolutionär für die Leser. 

Im Nachhinein beim Schmökern stelle ich fest, jaa es ist ab und an etwas trocken und heute kann Sherlock wohl niemanden mehr verblüffen. "Die Welt hat sich weiter gedreht", um Stephen King zu zitieren und in dieser schnelllebigen Zeit, wäre Sherlock schnell am Ende mit seinen Deduktionen. 

Dennoch schaffe ich es immerwieder mich dafür zu begeistern und merke auch, wie ich im echten leben nicht nur sehe, sondern auch beobachte. Als Kind habe ich mir nach den Roman angewöhnt, auf Dinge mehr zu achten. So zähle ich heute noch alle Stufen, die ich hochlaufe.



=[ Neue Romane - Top oder Flop ]=

Zahlreiche Sherlock Holmes Romane sind auf dem Markt, bekannt wurden zuletzt die von Anthony Horowitz. Ich war jahrelang seeehr skeptisch und auch anfangs von der BBC Sherlock Serie nicht begeistert. Also so gar nicht begeistert. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass es eine gute Umsetzung in der heutigen Zeit ist. Außer Moriarty's Tod den fand ich zum -

Die Young Sherlock Reihe kann ich sehr empfehlen. Das sind Jugendbücher über den jungen Sherlock Holmes und es liest sich sehr locker und schnell. Er erlebt haarsträubende Abenteuer, von dem jedem klar ist, dass das so nicht ganz gewesen sein kann aber es macht wirklich sehr viel Spaß, es zu lesen.
Die Bücher links daneben von Guy Adams sind auch nicht schlecht. Die Cover sind toll und vor allem "Die Armee des Dr. Moreau" war echt interessant. Natürlich nur für alle, die "Die Insel des Dr. Moreau" gelesen haben, welches ich auch empfehlen kann, ein Klassiker.

Von Anthony Horowitz bin ich bis jetzt auch sehr angetan, der Stil ähnelt der von Conan Doyle sehr und es ist auch nichts zu überzogen oder gekünstelt. Es fühlt sich wirklich an, als würde man einen kanonischen Sherlock Roman lesen - Respekt!

Diese beiden Exemplare sind auch aus der Bibliothek meines Vaters und wurden wohl nicht neu aufgelegt. Er kann auch nicht mehr sagen, wie und wo er sie erstanden hat. Da ich diese auch als Kind gelesen habe und das jetzt schon 17 Jahre her ist... kann ich mich nicht mehr gut daran erinnern. Nur noch, dass ich sie mochte. Sie stehen jedenfalls auf meiner re-read Liste, wenn ich irgendwann mal gar nichts mehr zu lesen habe (was ja nie vorkommt) oder mich die Lust packt, dann werde ich sie nochmal lesen.

Ich habe auch einige Sachbücher, in denen seine Methoden analysiert werden, oder einfach ein Überblick über die Fälle oder Figuren geschaffen wird. Sehr interessant. Eins davon ist das hier, das ist noch recht neu, ich glaube 2 Jahre alt. 



Und natürlich gibt es vieles auf dem Wühltisch, da habe ich das hier erstanden. Wieder etwas für die Sammlung.

Dieses Schätzchen hier habe ich geschenkt bekommen. Jaaa, ihr lest richtig - Herlock Sholmes!



Es ging mal wieder um die Rechte... also um Sherlock Holmes auf den berühmten Gentlemen Dieb Arsène Lupin treffen zu lassen, musste man ihn kurzerhand umtaufen. Macht meiner Meinung nach gar nix!
Und die Romane um Arsène Lupin sind für Holmes Fans übrigens auch sehr interessant - ich liebe sie!

=[ Comics und Games ]=

Hab ich natürlich auch unzählige Comics, auf die ich in einem neuen Post näher eingehe - da sind echt gute dabei! 

Games gibt es auch sehr gute - leider ist die Grafik meistens nicht so gut. Für den PC gibt es relativ viele Sherlock Holmes Spiele, die alle eher langsam vor sich hin plätschern und man oft nicht genau weiß, was muss ich jetzt machen? Für die Playstation gibt es mittlerweile sehr gute Spiele, wie z.B. "Crimes and Punishment" oder "Das Testament des Sherlock Holmes" und das neuste "The Devil's Daughter" habe ich selbst noch nicht gespielt. In den neueren Spielen ist dann auch mehr Action drin. Leider sind viele Fälle vorhersehbar und man merkt, dass einem einfach die Ideen ausgehen. Nur weil jemand gerade betrunken ist, ist er kein Alkoholiker. 

=[ Mein Lieblingsfall ]=

Das ist sooo schwierig. Aber liebster Fall war von der ersten Sekunde an "Die Liga der rothaarigen Gentlemen" einfach wegen der Kuriosität. "Der Hund von Baskerville" fand ich auch sehr spannend. 

=[ Unter die Haut ]=

Tatsächlich habe ich mir vor ein paar Jahren ein Sherlock Holmes Tattoo stechen lassen. Ich bereue nichts! :D


=[ Wie ich zum Detektiv wurde ]=

Es gibt Punkte im Leben, an denen kommt man nicht weiter. Und als ich eines Tages beruflich nicht mehr weiterkam - tja da schrieb ich mich bei der IHK für den Lehrgang im Bewachungsgewerbe ein und verwirklichte so einen Traum. Ich darf jetzt als Detektiv arbeiten und danke einer Zusatzprüfung darf ich mich sogar als Detektiv selbstständig machen. :D 

=[ Die Deutsche Sherlock Holmes Gesellschaft ]=

Selbstverständlich zähle ich mich zu den Mitgliedern! Im Moment leider nicht wirklich aktiv, denn die meisten Treffen sind am anderen Ende Deutschlands und es ist mir leider im Moment nicht möglich, mich da einzubringen. Die Gesellschaft stelle ich euch in einem gesonderten Post mal näher vor. Da gibts dann auch Infos zu Beitritt und der ganz tollen Zeitschrift "The Baker Street Chronicle".

=[ Sherlock Holmes ist ein fiktiver Charakter ]=

Achja?? Und Einhörner sind wohl auch nur Fabelwesen, oder? 

I believe in Sherlock Holmes ♥

Samstag, 3. Dezember 2016

Rezension - Wer Furcht sät von Tony Parsons

WER FURCHT SÄT 
                                                              von Tony Parsons




=[ Harte Fakten ]=

  • Bastei Lübbe Taschenbuch 2016
  • 15 Euro
  • 320 Seiten
  • ISBN: 978-3404174423

=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

Eine Gruppe Unbekannter übt Selbstjustiz aus, in dem sie ihre Opfer erhängt, das Ganze filmt und im Internet verteilt. Die Polizei tritt auf der Stelle und Detective Max Wolfe hat alle Hände voll zu tun. Bis er dann selbst ins Visier des „Clubs der Henker“ gerät.



=[ Meine Meinung ]=

Das Thema Selbstjustiz begleitet uns eigentlich schon immer und immer mal wieder gehen Fälle auch durch die Medien.


In Tony Parsons "Wer Furcht säht" geht es eben darum. "Der Club der Henker" übt Selbstjustiz, in dem es Straftäter, die in ihren Augen nicht gerecht bestraft wurden, aufhängt und Videos davon im Internet verteilt. Detektive Max Wolfe und sein Team haben alle Hände voll zu tun.

Eins vorab: Der Krimi hat mich auf jeden Fall unterhalten und war sehr gut zu lesen. Es ist ein solider Krimi, der sich durchaus sehen lässt.

Die Kulissen sind natürlich sehr gut! London, Londons uralter Untergrund, geheimnisvolle Räume... da kann man schon sehr viel draus machen.

Bei den Charakteren wird es schon schwieriger. Diese werden leider häufig dazu hergenommen, einen speziellen Zweck zu erfüllen.

Max Wolfe, ein alleinerziehender Vater und Detective ist die Hauptperson und alle Hände voll zu tun. Ich mag ihn und er macht seine Sache gut, reagiert ab und zu aber unglaubwürdig und gegenteilig.

Scout, Max's Tochter, wird leider immer nur hergezerrt, um das Bild des fürsorglichen alleinerziehenden Vaters zu verstärken. Sonst schläft sie, trotz ihren jungen Alters, immer bei Freundinnen. Das ist schade und wirkt so, als könnte der Autor das Kind einfach nicht in einem Krimi unterkriegen.

Das Gleiche gilt für Stan, den Hund. Der ist süß und alles und macht das Bild des sich kümmernden Vaters komplett. Stan wird allerdings auch nur für Spaziergänge herangezogen und hat am Ende etwas mehr "Screentime", was aber absolut nichts mit der Geschichte zu tun hat. Ich vermute, um das Buch ausklingen zu lassen und nochmals auf das Familienleben zu verweisen.

Der geheimnisvolle Jackson hatte kurze Auftritte! Ein Charakter, der gut ankommen soll und das auch tut! Er ist toll! Hier hätte ich mir mehr Geschichte erwünscht, vielleicht eine aus der gemeinsamen Vergangenheit.

Die Geschichte ist gut durchdacht, die neuen Medien sind etwas unglücklich miteinbezogen. Videos verbreiten sich schnell. Aber man hätte auch daran denken können, dass immer jemand den Ort kennt, der in dem Video zu sehen ist, vor allem Einheimische/Touristenführer/Mitarbeiter/Interessierte. Die Polizei verhält sich in diesem Krimi etwas komisch. Spuren werden nicht verfolgt, man tritt auf der Stelle.

Der Titel ist etwas unpassend. Eigentlich hat er gar nichts mit dem Buch zu tun. Das kann man dem Autor aber nicht vorwerfen, das Buch heißt im Original "The hanging club". Das war der perfekte Titel und warum man das nicht einfach übersetzt hat, kann ich nicht nachvollziehen. Schade.

Am Ende steht die Selbstjustiz. Der Autor wollte hier auf ein Thema aufmerksam machen, das durchaus diskutiert werden sollte. Jeder sollte sich fragen, vielleicht sogar an der eigenen Nase packen. Der Rachegedanke ist allgegenwärtig, auch im Alltag. Und ist es nur der Nachbar, der schon wieder den Hausflur nicht gekehrt hat.

Trotz den angesprochenen Punkten hat mir das Buch ganz gut gefallen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und es genossen. Es muss ja nicht immer gleich ein Meisterwerk sein, in dem jede Aktion bis ins Detail ausgeklügelt ist.
Ein solides Werk, für London Fans sicherlich interessant.

Es hat mich aber nicht so sehr überzeugt, dass ich jetzt die Vorgänger lesen werde.



=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ 3von 5 ]=

Mittwoch, 16. November 2016

Rezension - Ein M.O.R.D.S. Team Band 14 von Andreas Suchanek

EIN M.O.R.D.S. TEAM – VERLOREN UND VERGESSEN (Band 14)

                                                                                                   von Andreas Suchanek



=[ Harte Fakten ]=

  • Greenlight Press - Ebook 2016 – 2,49 Euro
  • 129 Seiten

=[ Worum geht’s denn eigentlich ? ]=

Das Mords-Team ist wieder unterwegs, diesmal in Maple Peaks!
Dort wollen die Freunde die Vergangenheit der Parker-Familie erforschen, doch natürlich möchte sie auch jemand daran hindern. Einige Dinge kommen ans Licht, andere Rätsel kommen dazu. Am Ende wird es wieder richtig knapp für Mason, Randy und Olivia! Danielle? Die steckt im Ausland in einem unbekannten Internat fest und schmiedet Fluchtpläne.

Ich will nicht zu viel verraten ;-)


=[ Meine Meinung ]=

Im Zuge einer Leserunde habe ich Band 14 der Serie erhalten. Ich bin Fan! Die Cover finde ich jedesmal wieder großartig! Beim ersten Band des Teams habe ich noch gezweifelt, aber inzwischen bin ich infiziert und verschlinge ein E-Book nach dem anderen. Eine tolle Geschichte mit tollen Charakteren. 

Der 14te Teil der Serie und genauso spannungsgeladen wie immer. Es passieren wieder eine Menge Dinge und die Freunde begeben sich wieder in Gefahr. Die haben echt einen guten Schutzengel! Ich habe absolut nichts zu meckern und freue mich schon auf viele weitere Abenteuer in Barrington Cove/Maple Peaks, oder wohin es auch immer die Freunde verschlägt.

Auch Band 14 konnte mich wieder fesseln, ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und kann wie immer nur eine Leseempfehlung geben!

Die Serie hat es mir angetan und ich kann gar nicht genug davon bekommen! Einfach super!



=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ 5 von 5 ]=

Montag, 31. Oktober 2016

Rezension - Ein M.O.R.D.s-Team von Andreas Suchanek

Ein M.O.R.D.S.-Team - Der lautlose Schrei
                                                                                                     von Andreas Suchanek



=[ Harte Fakten ]=

  • Greenlight Press 2014 – Ebook 0,99 Euro
  • 356 Seiten

=[ Worum geht’s denn eigentlich? ]=

1984. Eine Gruppe Jugendliche versucht in ihre Schule einzudringen. Ziel: Das Beschaffen der Prüfungsfragen. Doch der Plan geht nicht auf, nur 4 von ihnen kehren zurück. Ein Mädchen, Mariette King, stirbt. Der Fall bleibt ungelöst.

In der heutigen Zeit treffen unverhofft 4 Jugendliche aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Ex-Basketball Star Mason, der Technikfreak Randy, die taffe Olive, die gerade ihre Karriere als Fotografin voran treibt und Danielle, die nicht nur reich ist, sondern auch hübsch.

Jeder von ihnen hat anfangs etwas seine eigene Baustelle, doch bald schon hängen sie zusammen in einem Schlamassel. Mason, dem Drogen in den Spind geschmuggelt wurden, muss irgendwie seine Unschuld beweisen. Dabei geraten sie immer mehr in Schlamassel. Schließlich finden sie in einem alten Herrenhaus einen Raum, in dem alte Akten lagern. Akten, die den Mord in den 80-er Jahren behandeln. Mit Entsetzen stellen sie fest, dass ihre Eltern auch in die Sache involviert sind.

Aus der Zweckgemeinschaft entwickeln sich Freundschaften und zusammen wollen sie den Fall der Marietta King aufklären.

=[ Meine Meinung ]=

M.O.R.D.s-Team wird als All-Age Krimi betitelt und das kommt auch ganz gut hin. Ich finde die Grenze da sowieso immer schwierig. Ich selbst lese auch sehr viele Jugendbücher, die sind manchmal sogar besser als die für „Erwachsene“ :D.

Die Geschichte aus den 80-er Jahren ist super spannend! Sie wird immer mal durch Zwischensequenzen voran getrieben. Auch die Story mit Mason und den anderen liest sich sehr gut und man möchte unbedingt wissen wie es weitergeht.

Die Charaktere sind Stereotypen. Das ist aber auch wirklich das Einzige, was ich nicht ganz so gut finde. Der nerdige Technikfreak, die kecke Fotografin, mit der großen Schnauze, das gefallene Sport-Ass und eine, die das nötige Kleingeld mitbringt.

Aber ich bin mir fast sicher, dass diese Charaktere noch mehr Tiefe bekommen und sich entwickeln. Unter solchen Umständen finden sich Menschen, die sich sonst nie getroffen hätten. Darauf bin ich sehr gespannt!

Ich werde die Serie auf jeden Fall weiterverfolgen und mir auch die Hardcover Ausgaben kaufen. Diese sind übrigens auch einen Blick wert. Der Fall von damals interessiert mich einfach sehr und ich freue mich schon darauf, mehr zu erfahren und mit dem M.O.R.D.s – Team neues heraus zu finden.

=[ Wertung:      4 von 5 ]=

Montag, 10. Oktober 2016

Rezension - Young Sherlock Holmes 1: Der Tod liegt in der Luft von Andrew Lane

YOUNG SHERLOCK HOLMES - Der Tod liegt in der Luft 
                                                                                            von Andrew Lane

jaaa, das ist ein Deerstalker! <3 aus London

=[ Harte Fakten ]=

- Kriminalroman
- Fischer Taschenbuch 2012 - 8,99 €
- 416 Seiten
- ISBN 978 3 596 19300 4


=[ Worum geht`s denn eigentlich? ]=

Der junge Sherlock Holmes soll den Sommer bei seinem Onkel und seiner Tante auf dem Land verbringen. Auf der mehrstündigen Fahrt malt er sich schon den langweiligsten Sommer seines Lebens aus. Doch die Situation ist nicht so aussichtslos wie sie scheint. Schnell schließt Sherlock Freundschaft mit dem jungen Streuner Matty, der sogar ein kleines Boot besitzt.

Mysteriöse Todesfälle und seltsame Vorkommnisse halten die beiden Jungen auf Trab. Ist die Pest zurückgekehrt? Sherlock Holmes ermittelt auf eigene Faust und gerät dabei ganz schön in Schwierigkeiten.


=[ Meine Meinung ]=

Young Sherlock 1 stand seit Jahren auf meiner Wunschliste und erst jetzt bin ich dazu gekommen, es endlich zu lesen. (Obwohl es schon 4 Jahre im Schrank steht - Schande über mich). 

Es ist ein sehr gut recherchierter, aber locker geschriebener Jugendkrimi, der aber auch für Erwachsene, oder Sherlokians wie mich, sehr spannend zu lesen ist. Ich habe ihn gleich verschlungen, die Seiten fliegen nur so dahin und dann will man doch endlich wissen wie es weitergeht.

Der junge Sherlock ist in meinen Augen sehr gut getroffen. Ich habe schon bei anderen Kritiken gelesen, dass viele enttäuscht waren und mehr vom alten Sherlock erwartet haben. Aber man muss bedenken: Er ist ein Junge, ein Jugendlicher. Und der macht bis er ins Alter von Doyle`s Sherlock kommt, einfach noch eine Menge Entwicklungen und Veränderungen durch. Ich finde ihn gut.

Die anderen Figuren, der Streuner Matty, sowie Mycroft und noch ein paar andere sind sehr ausführlich beschrieben und agieren weitestgehend natürlich. Sherlocks Hauslehrer, Amyus Crowe, finde ich persönlich etwas übertrieben und dick aufgetragen, aber wenn man sich vor Augen hält, dass es ein Jugendroman ist, ist das okay.

Die Geschichte ist spannend und man will die auftretenden Phänomene rational erklärt bekommen, wie es nicht anders von Sherlock Holmes zu erwarten ist. 

Am Schluss wird etwas mit dem jugendlichen Heldentum übertrieben. Nicht desto trotz ein netter Sherlock Roman, der gut geschrieben ist, auch wenn sich die Story und Interaktion ab und an noch verbessern lässt. 

Für Sherlock Fans ein guter Zeitvertreib, für mich auf jedenfall lesenswert. Und ich werde die Reihe weiter lesen und euch berichten. Eine Reihe braucht ja auch mal etwas, zum die Tiefe aller Figuren zu entfalten.

=[ Wertung: ♥ ♥ ♥ ♥ (4 von 5) ]=